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Sie sind, was Sie anklicken, nicht was Sie posten: Wie Sie Ihre Werte wirklich verstehen

Sie sind, was Sie anklicken, nicht was Sie posten: Wie Sie Ihre Werte wirklich verstehen

Wenn Sie sich eine Superkraft aussuchen könnten, welche wäre das?

Das ist eine typische, unangenehme Frage, die man von Kindern im Kindergarten, während eines Vorstellungsgesprächs oder sogar in einer Coaching-Sitzung hören kann. Die Antworten reichen von dem Wunsch nach Superkräften bis hin zu der Fähigkeit, Gedanken zu lesen oder unsichtbar zu werden. Je nach Antwort werden die Zuhörer unterschiedliche Schlüsse ziehen. Was mich interessiert, ist der Grund dafür.

Warum würde jemand unsichtbar werden wollen und was würde er tun, wenn ihn wirklich niemand sehen könnte? Um ehrlich zu sein, ist diese Idee gar nicht so weit hergeholt.

In der digitalen Welt gibt es diese Möglichkeit nämlich zuhauf. Menschen können jede beliebige Identität annehmen, ihre eigenen Avatare erstellen und sich hinter einem Logo und einem falschen Namen verstecken, während sie mit anderen interagieren.

Es wird oft angenommen, dass die Entwicklung der Technologie mehr Trolle hervorgebracht hat.

Ein Troll ist definiert als „eine Person, die absichtlich andere online verärgert, indem sie hetzerische, irrelevante oder beleidigende Kommentare oder andere störende Inhalte veröffentlicht“.

Ich habe eine etwas bedenklichere, wenn auch wissenschaftlich überzeugende Meinung zu diesem Thema.

Kultur ist eine Gewohnheit der Gruppe, ein Verhalten, dem die meisten Menschen entsprechen.

Wenn man zur Arbeit geht, weiß man genau, wie man sich verhalten soll und was belohnt, toleriert und bestraft wird. Wenn man Auto fährt, kennt man die Regeln, und wenn man ins Theater geht, weiß man, wie man sich verhalten soll. Wenn man sich nicht sicher ist, kann man sich umsehen und hilfreiche Hinweise von anderen annehmen, um nicht aus den falschen Gründen aufzufallen. In all diesen Umgebungen gibt es geschriebene und ungeschriebene Regeln, die zu befolgen sind, und das Verhalten hat Konsequenzen.

 

In der digitalen Welt ist das anders.

Du kannst sein, wer du willst. Du kannst Dinge sagen, die du dich persönlich nie trauen würdest zu sagen. Wenn es brenzlig wird, kannst du andere blockieren oder eine Gruppe verlassen und einer anderen beitreten, in der deine wahre Persönlichkeit mit all ihren verborgenen Wünschen, Urteilen und Wut zum Vorschein kommt. Wir alle haben sie; manche weniger, manche mehr. Einige können sie kontrollieren, andere finden konstruktive Wege, mit ihnen umzugehen, und wieder andere geben sie im Schutz der Anonymität preis, die am Arbeitsplatz oder auf der Straße nicht gegeben ist.

Ich persönlich glaube nicht, dass die Technologie mehr Trolle hervorgebracht hat. Ich gehe davon aus, dass die Technologie – genau wie Geld, Ruhm und Alkohol – sie zum Vorschein gebracht hat, indem sie das richtige Umfeld bot.

Es wird oft gesagt, dass „Integrität bedeutet, das Richtige zu tun, auch wenn niemand zuschaut“. Das ist schwierig. Das ist es, was wir sind. Die Menschen kennen uns oft aufgrund der Normen, denen wir in bestimmten Situationen entsprechen, oder aufgrund der Updates, die wir in den sozialen Medien posten.

Stell dir vor, jemand könnte eine weitere dieser Superkräfte haben: die Fähigkeit, Gedanken zu lesen. Nun, in gewisser Weise gibt es das auch schon – zumindest teilweise. Man nennt es den Browserverlauf.

 

Warum die Geschäftsführung einen Vocal Coach braucht

Die Kluft zwischen dem, was Menschen unter dem Druck von Gleichaltrigen im realen Leben sagen und tun, und dem, was sie allein in der digitalen Welt tun, wo sie unsichtbar sein können, wo sie alles sagen oder sehen können, kann erschreckend groß sein. In vielen psychometrischen und interkulturellen Tests werden die Teilnehmer gefragt, was ihnen wichtig ist, was sie wollen und womit sie eher einverstanden sind oder nicht.

Wie viele von ihnen würden einen hohen Wert auf die Gesundheit legen, dann aber an den meisten Abenden Fast Food und ein Bier trinken? Oft klafft eine große Lücke zwischen den propagierten Werten und den tatsächlichen Werten, die das Verhalten und Denken bestimmen. Die gleiche Diskrepanz kann bestehen, wenn es darum geht, worüber Menschen posten und was sie anklicken.

Als Coach für Führungskräfte habe ich mehrere Beispiele dafür gesehen. Nein, ich verlange von niemandem den Browserverlauf, aber auch unser eigener mentaler Browserverlauf kann nicht wirklich verborgen werden. Der Neocortex in unserem Gehirn erlaubt es uns, alles zu glauben, was wir oft genug hören, insbesondere wenn es mit Emotionen untermauert wird. Wir sind in der Lage, unsere eigenen Geschichten zu glauben, die unser äußeres Bild so sehr geprägt haben, dass wir nie herausfinden, wer wir wirklich sind.

Wir können uns unsere Werte und Bedürfnisse nicht aussuchen, sondern wir geben sie preis. Sie spiegeln sich oft in dem wider, was wir tun, wenn niemand zuschaut – was wir anklicken, nicht was wir posten.

Selbst wenn ich glauben möchte, dass einer meiner Werte die Gesundheit ist, zeigt die Angewohnheit, Pizza zu essen, deutlich, dass ich Bequemlichkeit mehr schätze. Uns selbst zu begegnen und uns selbst kennenzulernen ist unangenehm, aber unseren eigenen Lügen zu glauben und eines Tages mit Bedauern aufzuwachen, ist noch viel schmerzhafter. Das ist die Stärke des Coachings. Es kann den Klienten einen Spiegel vorhalten, damit sie sehen können, was sie sonst verbergen oder vermeiden würden.

 

Im Folgenden finden Sie einige praktische Fragen, über die Sie nachdenken können, um die zugrunde liegenden Werte und Bedürfnisse zu erkennen, die Sie wirklich antreiben.

Auf diese Weise können Sie eine Entscheidung darüber treffen, ob Sie sie noch besser zum Ausdruck bringen möchten.

– Wofür finden Sie Zeit, auch wenn Sie sehr beschäftigt sind?
– Wer wollten Sie sein und was war Ihr Hobby im Alter von 8 bis 14 Jahren?
– Was sind Situationen und Erfahrungen, die Sie unbedingt vermeiden wollen?
– Was würden Sie tun, wenn Sie unsichtbar sein könnten oder zumindest das tun könnten, was sich richtig anfühlt und niemand Sie dafür verurteilen würde?
– Was zeigt Ihr Browserverlauf?

Das sind keine typischen Fragen, die man sich selbst stellt. Dabei könnte die Antwort auf diese Fragen die Qualität der eigenen Entscheidungen und Handlungen dramatisch verbessern. Es ist der Unterschied zwischen einem Leben, in dem wir uns einfach treiben lassen und das von den Reaktionen unserer Umwelt geprägt ist, und einem Leben, das wir bewusst und inspiriert gestalten.

 

Quellenhinweis: Vom Englischen ins Deutsche übersetzt. Ein Artikel von Csaba Tóth, dem Gründer von ICQ Global, Entwickler von Global DISC™, die mehrfach preisgekrönte Lösung für Coaches und Firmenkunden zur Leistungssteigerung. Erschienen im FORBES am 17. Mai 2022.

GlobalDISC - akkreditierte Partnerin

Culturebalance von Gyöngyi Varga ist seit 2016 offizielle Partnerin von ICQ Global, Brighton, UK .

 

8 jähriges Firmenjubiläum

8 jähriges Firmenjubiläum

Diese Woche freue ich mich über ein ganz besonderes Ereignis. Kaum zu glauben – aber ich feiere mein 8 jähriges Firmenjubiläum!

Vor 8 Jahren habe ich es gewagt, ohne großartige Vorbereitungen oder Überlegungen, in die 100%-ige Selbständigkeit als interkulturelle Beraterin und Trainerin zu wechseln. Davor arbeitete ich fast über 10 Jahre lang als Angestellte im Online-Marketing und nur nebenberuflich gab ich interkulturelle Trainings.

Seit meinem Wechsel in die Voll-Selbstständigkeit erlebte ich sehr spannende Jahre… Allerdings würde ich mich selbst anlügen, wenn ich behaupten würde, es wäre immer alles leicht und ganz toll gewesen. Es gab viele Herausforderungen, die ich bewältigen durfte. Und immer wieder bin ich auch mal auf die Nase gefallen … Was soll’s – das Scheitern gehört auch zum Business! Es ist sogar von Vorteil, möglichst oft zu trainieren, wie es ist, mal hinzufallen, fast daran zu zerbrechen und dann doch wieder als Ganzes energievoll aufzustehen und mit neuen Ideen weiterzugehen. Ja, auch das ist Fülle! Kennen Sie dies auch?

Es gab viele Mentoren, Weiterbildner oder Ideengeber, die mir meinen Weg zeigten. Dazu gehörten u.a. Sabine Asgodom, Rene Borbonus, Dirk W. Eilert, Stephan Landsiedel, Csaba Toth und Dr. Stefan Frädrich. Denn eins habe ich mir damals versprochen, als ich von meinem letzten Arbeitgeber, einer Online-Community, Abschied nahm: Wenn ich eines Tages komplett selbstständig bin, dann werde ich mich stets weiterbilden, immer nur von den Besten lernen und ich werde viel, viel reisen.

Diesem Vorsatz bin ich treu geblieben.

Und es gab auch viele Online-Lieblingscoaches und Beraterinnen – wunderbare Impulsgeberinnen auf dem Weg durch meinen Business-Dschungel … Alles starke Frauen und wunderbare Unternehmerinnen, die mich mental und persönlich absolut bereichert haben.

Es gab aber auch kleinere oder größere Sorgen und Hindernisse. Leider auch Menschen, die mich entweder bewusst für sich als Freundin gewannen oder mich in ihr Business-Netzwerk nur mit dem Zweck aufnahmen, um meine Kompetenzen, mein Wissen oder mein Netzwerk anzuzapfen. Und die dann wieder aus meinem Leben verschwanden, als sie ihr Ziel erreicht hatten.

Diejenigen, die mich gut kennen, wissen: Wenn jemand meine Unterstützung braucht, renne ich los und suche schnell eine optimale Lösung. Ich musste auf meinem Weg lernen, nicht für alle und immer sofort loszurennen… 😉 Wie sagt man es so schön auf Deutsch? Ich lernte „die Spreu vom Weizen zu trennen.“

Andererseits fand ich eben durch diese Herausforderungen immer mehr den Zugang in die Welt der Emotionen und so ebnete sich mein Weg zum Emotionscoach und zur Mimikresonanz-Trainerin. Denn ich wollte die Menschen in meinem Umfeld einfach noch besser verstehen und mit ihren sowie auch mit meinen eigenen Emotionen ressourcenvoll umgehen.

Mich erfüllt eine tiefe Dankbarkeit für die unglaubliche Fülle all dieser Erfahrungen und für die daraus erwachsene Fähigkeit, stets mit viel Zuversicht in die Zukunft zu blicken. Auch wenn die Ausgrenzung in Netzwerken, die Trauer und Verzweiflung um meine schwer erkrankten Eltern in Ungarn sowie der tiefe Kummer über meinen mittlerweile an Krebs verstorbenen Seelen-Hund Luna mir immer wieder mal wie Steine, manchmal sogar wie riesige Berge, im Weg lagen.

An dieser Stelle: Ein riesengroßes Dankeschön an meine zwei Mitarbeiterinnen Linda Bührle und Barbara Forster, dass sie mich bei all meinen spontanen Ideen unterstützen. Wir arbeiten virtuell und ziemlich agil seit 2 Jahren zusammen. Richtig genial!

Auf jeden Fall waren es insgesamt 8 wunderbare Jahre, mit ein paar Achterbahnfahrten – wodurch wieder viel Klarheit und neue Fokussierungen entstanden sind.

Ich danke allen Kunden von Herzen für Ihre bisherigen Aufträge, Feedbacks und Rückmeldungen in den letzten 8 Jahren. Ich freue mich, wenn wir auch zukünftig den Weg gemeinsam zum nächsten Business-Meilenstein gehen.

Ich wünsche Ihnen allen meinen Klienten viel Freude, Energie und Zuversicht bei all Ihren Aufgaben, die Sie in den kommenden Tagen noch in diesem Jahr zu bewältigen haben.

Ihre Gyöngyi Varga

Mein Geschenk an Sie: 30 Minuten kostenfreie Beratung

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SIETAR wurde 1968 in den USA gegründet und ist heute mit rund 3000 Mitgliedern das weltweit größte Netzwerk seiner Art. Das Wort SIETAR entstand aus „Society for Intercultural Education, Training and Research“.

SIETAR Deutschland ist eine der bundesweit größten Organisationen für Personen, die auf dem Gebiet der interkulturellen Zusammenarbeit und der kulturellen Diversität tätig sind. Die Arbeit von SIETAR Deutschland ist eingebunden in das europäische und in das internationale Netzwerk von SIETAR Organisationen.

Wir sind seit 2009 Mitglieder bei SIETAR Deutschland und damit haben wir einen direkten Zugang zu den neuesten Entwicklungen in der interkulturellen Forschung. Davon profitieren in erster Linie unsere Kunden und Klienten.

Mehr Informationen zu SIETAR Deutschland:
www.sietar-deutschland.de

Bedarfsanalyse für Ihre Weiterbildung

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