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Wurzeln, die tragen

Wurzeln, die tragen

Eine Kindheit zwischen Rosen und Feldern

Ich bin auf einem Bauernhof in Ungarn groß geworden, in einer Welt, die nach Heu, Rosen und frischem Brot roch. Damals wusste ich gar nicht, dass das, was wir hatten, etwas Besonderes war. Für mich war es einfach mein Zuhause. Es war normal, dass überall Leben war, Tiere und Pflanzen und Hundebellen. Wir hatten Ponys, Kaninchen, Schweine, Schafe, Ziegen, Hunde, Katzen, Hühner und Enten. In jeder Größe, von klein bis groß.

Über zweihundert Tauben lebten in einem eigenen Haus, und wenn sie gleichzeitig aufflogen, war es, als würde der Himmel selbst kurz erzittern. Unser Garten war riesig und schenkte uns das, was wir brauchten. Apfel, Birnen, Kartoffeln, Trauben, Tomaten, Paprika, Kirschen und Sauerkirschen, Pfirsiche, Nektarinen und Pflaumen. Mein Vater hatte einen Weinkeller und machte Wein und Pálinka selbst. Meine Mutter kochte jeden Tag und backte Kuchen. Wenn sie einmal nicht kochen musste, war sie sofort in Feierlaune.

Im Sommer duftete alles nach Sonne und Leben. Und überall wuchsen Rosen. Sie rankten sich an Zäunen hoch, säumten die Wege, kletterten über Mauern. Sogar unsere Straße trug ihren Namen, Rosenbaumstraße. Damals habe ich das alles nicht wirklich bewusst wahrgenommen. Ich kannte keine andere Welt. Erst als ich später nach Deutschland kam, wurde mir klar, dass das, was für mich selbstverständlich war, für andere fast märchenhaft klang. Man sagte mir irgendwann, es sei doch ein Bauernhof. Für mich war es ein einfaches Leben, aber eines, das reich war an Natur und Lebendigkeit.

Was mich geprägt hat

Heute, viele Jahre später, sehe ich, wie viel mich diese Zeit geprägt hat. Ich liebe Rosen noch immer, und ich liebe Tiere. Ich arbeite mit derselben Hingabe, mit der meine Eltern damals gearbeitet haben – nur dass meine Felder heute anders aussehen.

Sie heißen Menschen, Geschichten, Beziehungen, innere Welten. Ich habe vieles von meinen Eltern übernommen: ihre Disziplin, ihren Fleiß, ihren stillen Stolz.

Und ihre tiefe Überzeugung, dass Arbeit wertvoll ist und dass Lernen etwas Wertvolles ist.

Aber ich habe auch etwas übernommen, das ich lange Zeit gar nicht gesehen habe – die Angst, nicht genug zu sein, wenn man zur Ruhe kommt. Das Gefühl, immer noch etwas geben zu müssen, um wirklich zu verdienen, was man hat. Und doch haben mich die meisten Menschen in meinem Beruf eher unterschätzt, als wertgeschätzt.

Die Geschichte meiner Eltern

Ich erinnere mich gut an meine Mutter, wie sie am Küchentisch saß, mit müden Händen, aber wachen Augen. Sie sagte oft: „Wenn ich einmal Millionärin bin, kaufe ich dir ein Haus.“ Sie hat nie eines gekauft. Mein Vater auch nicht.

Sie haben ihr Leben lang gearbeitet, jeden Tag, jede Stunde, und doch blieb am Ende wenig übrig. Sie waren sehr selten in einem Restaurant. Und Reisen war für sie auch unnötig. Es gab ja alles zuhause.

Mein Vater sagte dann oft: „Nem flancolunk, mint a gazdagok.“ – Wir prahlen nicht wie die Reichen.

Denn eins waren wir wirklich nicht: reich. Aber wir hatten alles, was wir brauchten. Und meistens kamen wir über die Runden. Alles andere galt als Luxus.

Warum ich die Geschichte anders weiterschreiben will

Vielleicht trage ich deshalb den tiefen Wunsch in mir, diese Geschichte anders weiterzuschreiben. Nicht, um etwas zu beweisen, sondern um etwas zu heilen.

Dieses Jahr war ich stärker gefordert als je zuvor. Es war, als hätte das Leben mir jeden Stein in den Weg gelegt, nur um mich daran zu erinnern, wie fest ich eigentlich stehe. Ich habe gelernt, mich nicht gegen die Wellen zu stemmen, sondern mit ihnen zu atmen. Dieses Jahr hat mich an meine Grenzen gebracht und zugleich näher zu mir selbst geführt.

Ich möchte, dass Arbeit nicht mehr nur mit Anstrengung verbunden ist, sondern mit Sinn. Ich möchte, dass Erfolg weich klingen darf. Dass man Stärke nicht verliert, wenn man Mitgefühl zeigt. Dass man Wurzeln haben kann und trotzdem „fliegen“ und „aufblühen“ darf.

Ich möchte zeigen, dass es möglich ist, das Alte zu ehren und trotzdem das Neue zu leben.

Was ich mitnehme und weitergebe

Meine Eltern haben mir beigebracht, was Verantwortung bedeutet. Sie haben mir gezeigt, dass man immer das Beste geben sollte, egal wie viel oder wenig man hat. Aber das Leben hat mich gelehrt, dass Geben und Empfangen zusammengehören.

Dass Liebe und Erfolg keine Gegensätze sind. Dass man die Erde, aus der man kommt, nicht abschütteln muss, um weiterzugehen – man darf sie einfach mitnehmen.

Ich habe gelernt, dass Reichtum nicht in Zahlen gemessen wird, sondern in Begegnungen. In Momenten, in denen man etwas in einem anderen Menschen berührt. In Augenblicken, in denen jemand sich selbst wieder spürt.

In dem Wissen, dass man etwas Wertvolles hinterlässt, auch wenn es keine Spuren auf Papier gibt.

Was bleibt…

Ich bin auf dem Land aufgewachsen, zwischen Feldern, Tieren und Rosen. Dort habe ich gelernt, was es heißt, verwurzelt zu sein – in der Arbeit, im Leben, in sich selbst.

Dies hat mich gelehrt, dass alles, was wächst, Zeit braucht. Und dass selbst die schönsten Rosen nur blühen, weil jemand sie einmal mit Geduld gepflanzt hat.

Ich komme vom Land, und ich bin dankbar dafür. Dort habe ich gelernt, was Beständigkeit bedeutet – zu bleiben, wenn es schwer wird, und weiterzumachen, wenn niemand hinsieht.

Vielleicht ist das am Ende das, was bleibt – die Liebe zur Arbeit, die Liebe zum Leben und die Erinnerung daran, dass wir alle ein Stück dieser Erde in uns tragen. 

Wenn du dir eine verlässliche Begleitung wünschst, um deinen eigenen Weg mit mehr Klarheit, Bewusstsein und Vertrauen zu gehen, dann freue ich mich, dich in meinen Coaching-Räumen zu begrüßen.

Dort darfst du einfach du selbst sein – mit allem, was dich bewegt.

Empower Your Impact And Reshape Your World.

 

Bevor Verhalten kippt, kippt immer zuerst die Zugehörigkeit

Bevor Verhalten kippt, kippt immer zuerst die Zugehörigkeit

Wenn ein alter Stoff plötzlich zur Führungsgeschichte wird

Gestern habe ich den neuen Frankenstein Film von Guillermo del Toro gesehen. Eine Geschichte, die mich seit meiner Studienzeit begleitet. Und doch hat sie mich dieses Mal auf eine Weise berührt, die ich so nicht erwartet habe.

Vielleicht, weil manche Geschichten erst dann wirklich zu uns sprechen, wenn wir Erfahrungen gesammelt haben, die uns für ihre Botschaft öffnen. Wir hören sie anders, wenn wir selbst durch Räume gegangen sind, die unsere Wahrnehmung schärfen.

In dieser Verfilmung habe ich weniger das entwurzelte Geschöpf gesehen, sondern die Spannung zwischen Einsamkeit, Verantwortung und dem tiefen menschlichen Wunsch nach Zugehörigkeit. Und plötzlich wirkte dieser Stoff aktueller als viele moderne Führungskonzepte. Es war wie ein Spiegel für Themen, die mir in Coachings und Workshops täglich begegnen.

 

Vereinsamung als unsichtbare Kraft

Das Geschöpf wird nicht böse geboren. Es wird zu dem, was es wird, weil es nirgendwo hingehört. Niemand sieht es. Niemand hält den Raum.

Genau das erlebe ich im Arbeitsalltag immer wieder. Wenn jemand auffällig wird, steckt dahinter oft ein Gefühl von Nicht-Dazugehören.

Wir bewerten das sichtbare Verhalten und übersehen das, was darunter liegt. Einsamkeit verzerrt Menschen stärker, als wir es wahrhaben wollen.

 

Verantwortung ist mehr als ein Konzept

Victor erschafft etwas und lässt es dann allein. Ohne Begleitung und ohne Dialog.

Diese Leerstelle wirkt wie ein Echo vieler Unternehmensrealitäten. Strukturen entstehen, Rollen sind definiert, Systeme laufen.

Doch der emotionale Teil der Führung fehlt. Der Raum für Zwischenmenschlichkeit wird nicht bewusst gehalten. Wenn Verantwortung auf dieser Ebene fehlt, kippen Strukturen schneller, als es im Organigramm sichtbar wird.

 

Zugehörigkeit als Basis für Leistung

Menschen können erst wirken, wenn sie sich gesehen fühlen. Sobald Verbindung entsteht, verändert sich Verhalten. Energie wird frei, Klarheit wächst und innere Sicherheit wird spürbar. Psychologische Sicherheit ist kein „Nett, wenn wir sie haben.“.

Sie ist das Fundament, auf dem Zusammenarbeit gedeiht. Deshalb spreche ich so oft über kulturelle Sensibilität und emotionale Intelligenz.

Teams, die Zugehörigkeit wirklich leben, arbeiten nicht nur produktiver. Sie arbeiten menschlicher.

 

Empathie entscheidet über Entwicklung

Das Wesen im Film wollte nur verstanden werden. Dieser Wunsch ist universell. Auch in Unternehmen zeigt Empathie, ob Entwicklung möglich wird oder blockiert bleibt. Empathie bedeutet nicht Nachsicht. Es bedeutet Präsenz. Es bedeutet, wahrzunehmen, was im Raum wirkt, bevor wir handeln. Führung, die empathisch agiert, stärkt Menschen und Systeme zugleich.

 

Wenn Projektionen lauter sind als Realität

Das vermeintliche Monster ist nicht das Monster. Die Ursache liegt oft an einer anderen Stelle.

Genau das erlebe ich täglich in Konfliktsituationen. Wir interpretieren schnell und übersehen nonverbale Signale, unausgesprochene Bedürfnisse, kulturelle Prägungen und verletzte innere Anteile. Projektionen können ein Gespräch stärker formen als jedes Argument.

 

Was die Geschichte uns heute zeigt

Vielleicht berührt mich diese Verfilmung deshalb so sehr. Sie zeigt, was passiert, wenn emotionale Verantwortung fehlt. Wenn Bindung nicht entsteht. Wenn Menschen nicht gehört werden. Und wenn Systeme keine Sprache für Emotionen besitzen.

Genau dort beginnt Veränderung. Mit Wahrnehmung. Mit Empathie. Mit echter Verbindung. Mit Führung, die nicht kontrolliert, sondern versteht. Führung, die Beziehungen schafft, in denen Menschen sich zeigen dürfen.

Am Ende bleibt für mich ein Gedanke, der weit über den Film hinausgeht: Es gibt keine „Monster“. Es gibt verletzte Menschen, verlorene Bindung und ungehaltene Versprechen. Es gibt Strukturen, die keinen Raum für emotionale Dynamiken lassen.

Und es gibt die Möglichkeit, das zu verändern.

 

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Raus aus der Frustspirale – rein in den Teamflow

Raus aus der Frustspirale – rein in den Teamflow

Meetings, die sich im Kreis drehen.
Schweigen, das schwer im Raum liegt.
Fragen, die unbeantwortet bleiben.

Viele Führungskräfte kennen genau dieses Bild. Statt Energie spürt man Stille, Demotivation oder sogar Genervtheit. Diskussionen führen zu keinen Ergebnissen, alte Strukturen blockieren Neues und Motivation geht verloren.

Das ist die Frustspirale im Team: ein Kreislauf aus Unsicherheit, fehlender Beteiligung und stagnierender Zusammenarbeit.

Warum Teams in der Frustspirale landen

Schweigen in Meetings ist nie neutral – es hat viele Gesichter.

1. Psychologische & individuelle Gründe

Unsicherheit oder Angst vor Bewertung
Mitarbeitende trauen sich oft nicht, ihre Meinung zu äußern, weil sie befürchten, kritisiert oder bloßgestellt zu werden. Diese Angst kann besonders groß sein, wenn Vorgesetzte oder dominante Persönlichkeiten im Raum sind.

Fehlende psychologische Sicherheit
Wenn Fehler sanktioniert oder Ideen schnell abgewertet werden, entsteht ein Klima, in dem Schweigen sicherer erscheint als Sprechen. Menschen schützen sich selbst, indem sie lieber nichts sagen.

Gefühl, nichts beitragen zu können
Manche denken: „Mein Beitrag bringt hier nichts.“ Das kann aus mangelndem Selbstvertrauen, fehlendem Fachwissen oder aus früheren negativen Erfahrungen stammen, wo ihre Ideen nicht ernst genommen wurden.

Überlastung oder Erschöpfung
Wenn die eigene Energie aufgebraucht ist, bleibt nur noch passives Verhalten. Schweigen wird zur Schutzstrategie: „Ich halte mich raus, um keine weitere Anstrengung aufbringen zu müssen.“

2. Strukturelle & organisatorische Gründe

Unklare Ziele oder Agenda
Wenn niemand genau weiß, worum es eigentlich geht oder was erwartet wird, fehlen Orientierung und Beteiligung. Unklare Meetings fördern Schweigen.

Zu dominante Stimmen / starke Hierarchie
Wenn eine oder zwei Personen das Gespräch bestimmen, ziehen sich andere zurück. In stark hierarchischen Organisationen wird Schweigen oft als sicherer empfunden, statt der Autorität zu widersprechen.

Meeting-Müdigkeit
Zu viele, zu lange oder ineffiziente Meetings führen zu innerer Distanzierung. Teilnehmende sitzen zwar dabei, aber geistig sind sie längst ausgestiegen.

Zu viele Diskussionen ohne Ergebnis
Wenn immer wieder gesprochen, aber nichts entschieden wird, sinkt die Bereitschaft, aktiv mitzuwirken. Schweigen wird zum Zeichen von Resignation.

3. Interkulturelle Gründe

Respekt vor Hierarchie
In vielen Kulturen bedeutet Schweigen, dass man Autorität respektiert. Ein Vorgesetzter spricht und die Mitarbeitenden hören zu. Ein Widerspruch wäre unangebracht.

Indirekte Kommunikationskultur
In Kulturen, die Konfrontation vermeiden, sagt niemand direkt „Nein“. Schweigen wird zur höflichen Art, Ablehnung auszudrücken.

Stille als Denkzeit
In einigen Ländern ist es normal, Pausen einzubauen und nachzudenken, bevor man antwortet. In anderen (z. B. Deutschland, USA) wird diese Stille fälschlich als Passivität oder Desinteresse gedeutet.

Harmoniebedürfnis
Schweigen kann ein Versuch sein, Konflikte zu vermeiden und das Gesicht der anderen Person zu wahren. Gerade in teamorientierten Kulturen gilt Stille als respektvolle Zurückhaltung.

4. Nonverbale & mimische Gründe

Pseudo-Commitment
Jemand nickt, lächelt oder macht zustimmende Geräusche – doch die Mimik verrät Skepsis, Zweifel oder Ablehnung. Nach außen sieht es aus wie Zustimmung, tatsächlich ist das Gegenteil der Fall.

Innere Ablehnung, die nicht ausgesprochen wird
Widerstand zeigt sich in Mikroexpressionen: ein kurzes Stirnrunzeln, ein angespannter Mund, ein abgewandter Blick. Das sind subtile Hinweise, dass eine Person nicht einverstanden ist – auch wenn sie kein Wort sagt.

Mimik und Körpersprache verraten mehr als Worte
Worte können geschönt oder zurückgehalten werden, der Körper jedoch „leakt“ Emotionen. Wer auf diese Signale achtet, versteht, ob das Schweigen Zustimmung, Unsicherheit oder Ablehnung bedeutet.

Schweigen bedeutet nicht immer das Gleiche
Es kann Ausdruck von Unsicherheit, Überlastung, Respekt, kultureller Höflichkeit oder verdeckter Ablehnung sein. Wer diese Unterschiede erkennt und darauf reagieren kann, bringt Meetings wieder in Bewegung und führt Teams aus der Frustspirale in den Flow.

Der Weg in den Teamflow

Die gute Nachricht: Teams können aus dieser Frustspirale aussteigen.

Teamflow bedeutet:

  • aktive Beteiligung
  • lebendige Diskussionen
  • frühzeitiges Ansprechen von Konflikten
  • Motivation und Energie im Raum

Dafür braucht es Führungskräfte, die zwischen und „hinter den Zeilen lesen“ können und die Signale ihres Teams richtig verstehen.

Was Führungskräfte konkret tun können

1) Nonverbale Signale erkennen
Körpersprache, Mikroexpressionen und Stimme verraten oft mehr als Worte. Wer diese Hinweise wahrnimmt, unterscheidet echte Zustimmung von Schweigen oder Widerstand.

2) Psychologische Sicherheit schaffen
Fehler dürfen angesprochen werden, Kritik wird als Beitrag gesehen. Nur so trauen sich Mitarbeitende, offen zu reden.

3) Interkulturelle Unterschiede berücksichtigen
Schweigen kann je nach Kultur Respekt, Ablehnung oder Denkzeit bedeuten. Bewusstsein dafür verhindert Missverständnisse.

4) Klare Strukturen setzen
Mit einer Agenda, klaren Zielen und offenen Fragen steigt die Beteiligung automatisch.

 

Mein Ansatz: Emotional Impact & Leadership

Ich verbinde in meiner Arbeit vier zentrale Säulen:

Emotionale Kompetenz – souverän bleiben, auch wenn es schwierig wird.

Kulturelle Intelligenz – Unterschiede nicht als Hindernis, sondern als Ressource nutzen.

Resilienz – innere Beweglichkeit entwickeln, um Druck und Wandel zu meistern.

Körpersprache & nonverbale Kommunikation: Mimikcode® & Mimikresonanz® – erkennen, was unausgesprochen bleibt, und gezielt reagieren.

So entsteht Führung, die Klarheit, Vertrauen und Zusammenarbeit stärkt und Teams aus der Frustspirale in den Flow führt.

Die Frustspirale kostet Teams Energie, Motivation und Ergebnisse. Doch sie ist kein endgültiger Zustand. Mit Klarheit, Sicherheit und der Fähigkeit, auch nonverbale Signale zu verstehen, können Führungskräfte in interkulturellen und internationalen Settings den entscheidenden Unterschied machen.

Wer es schafft, Schweigen richtig zu deuten, Vertrauen aufzubauen und Unterschiede zu nutzen, legt den Grundstein für Teamflow:

Zusammenarbeit, die lebendig, motiviert und wirksam ist.

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Gyöngyi

Gleiche Sprache – gleiche Bedeutung?

Gleiche Sprache – gleiche Bedeutung?

Wir sprechen dieselbe Sprache. Aber verstehen wir auch dasselbe?

Diese Frage beschäftigt mich immer wieder in meiner interkulturellen Arbeit. Denn je genauer ich hinschaue, desto klarer wird:

Was gleich klingt, bedeutet noch lange nicht dasselbe.

Globalisierung: Annäherung oder neue Unterschiede?

Vor kurzem bin ich auf einen Beitrag von Erin Meyer gestoßen. Sie beschreibt darin, dass Globalisierung Kulturen nicht vereinheitlicht, sondern jede Kultur auf ihre eigene Weise verändert. Ein Gedanke, der genau das trifft, was ich täglich beobachte:

Kulturelle Unterschiede verschwinden nicht.
Sie zeigen sich nur anders.
Und oft subtiler als früher.

Besonders in der internationalen Zusammenarbeit, die heute selbstverständlich ist: Wir kommunizieren über Ländergrenzen hinweg, arbeiten hybrid und nutzen digitale Tools. Es scheint, als gäbe es einen gemeinsamen Nenner – moderne Kommunikation, agile Methoden, flache Hierarchien.

Doch was auf den ersten Blick vertraut wirkt, entfaltet in der Praxis oft ganz unterschiedliche Bedeutungen. Denn unter der Oberfläche wirken Prägungen, Werte und Erwartungen, die tief kulturell verankert sind und selten offen benannt werden.

Wenn „gemeinsam“ nicht dasselbe bedeutet

Ich erlebe häufig, wie vermeintlich gleiche Begriffe in verschiedenen Kulturen unterschiedlich gefüllt sind: „Feedback“ kann für die eine Person direkte Kritik bedeuten und für die andere eine diplomatische Andeutung. „Verantwortung“ kann als individuelle Freiheit verstanden werden oder als kollektive Verpflichtung.

In diesen Momenten reicht interkulturelles Grundwissen nicht mehr aus.

Was es braucht, ist etwas anderes:

  • Haarscharfe Wahrnehmung
  • Präsenz
  • Und die Fähigkeit, echte Verbindung aufzubauen

Drei Schlüsselkompetenzen für gelingende Verständigung und interkulturelle Kommunikation

In meiner Arbeit haben sich drei Kompetenzen als besonders zentral erwiesen. Sie greifen ineinander und bilden die Basis für eine Kommunikation, die wirklich trägt:

1. Interkulturelle Kompetenz

Sie hilft uns, kulturelle Prägungen zu erkennen, ohne vorschnell zu bewerten. Nicht im Sinne von Stereotypen oder Schubladen, sondern als Sensibilität für unterschiedliche Perspektiven und Deutungsrahmen.

2. Nonverbale Wahrnehmung

Kommunikation findet nicht nur über Worte statt. Vieles schwingt zwischen den Zeilen mit: Tonfall, Mimik, Gestik, Pausen. Wer lernt, diese Signale wahrzunehmen, versteht oft mehr als das Gesagte.

3. Emotionale Souveränität

Diese Fähigkeit ermöglicht es, in komplexen, oft widersprüchlichen Situationen innerlich klar zu bleiben – ohne sich zu verlieren. Sie schafft Raum für Präsenz, Mitgefühl und bewusste Reaktion statt impulsivem Handeln.

Diese drei Bereiche stärken nicht nur Führung, sondern auch Selbstführung. Sie schaffen Vertrauen, Orientierung und Verbindung in einer Welt, die immer vielfältiger und dynamischer wird.

Technik ist nicht genug – was es wirklich braucht

Gerade jetzt, in hybriden und kulturell diversen Teams, reicht Technik allein nicht aus. Was zählt, ist Bewusstsein. Denn was Menschen sagen, ist oft nicht das, was sie wirklich meinen oder fühlen.

Echte Verbindung entsteht nicht durch Tools – sondern durch Resonanz.

Deshalb ist es sinnvoll, diese drei Kompetenzen nicht getrennt zu denken, sondern als gemeinsames Fundament für gelingende Zusammenarbeit – in und außerhalb der Grenzen.

Verständigung ist mehr als Sprache

In einer globalisierten Arbeitswelt reicht es nicht mehr, die gleiche Sprache zu sprechen. Was wir wirklich brauchen, ist die Fähigkeit, einander wirklich zu verstehen – über Worte hinaus.

Interkulturelle Kompetenz, nonverbale Wahrnehmung und emotionale Souveränität bilden dafür ein starkes Fundament. Sie ermöglichen nicht nur ein tieferes Miteinander, sondern stärken auch Führung, Selbstführung und Zusammenarbeit in Teams, die vielfältiger sind als je zuvor.

Denn am Ende geht es nicht nur darum, gehört zu werden, sondern miteinander in Resonanz zu treten.

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Gyöngyi

 

Mental Health: Ist die Abwesenheit von Krankheit gleich Gesundheit?

Mental Health: Ist die Abwesenheit von Krankheit gleich Gesundheit?

Was denkst du: Bist du gesund, wenn du nicht krank bist?

Das ist immer spannend, wie unterschiedlich Menschen Gesundheit definieren.

„Ich bin doch nicht krank“, höre ich oft. Und dann arbeitet man 60 oder mehr Stunden in der Woche, ohne zwischen virtuellen Meetings mal fünf Minuten Pause einzulegen. Hm.

Kürzlich sagte ich einem meiner Coachees, dass er unbedingt zwischen seinen Terminen fünf Minuten Zeit für sich einplanen sollte.

Seine Reaktion?

„Das schaffe ich nicht.“

Klar, es ist herausfordernd, Job, Führung, Familie, kleine Kinder und vielleicht noch einen Auslandsaufenthalt oder eine Entsendung zu managen.

Aber mal ehrlich: Bringt es uns wirklich weiter, wenn wir nicht einmal fünf Minuten haben, um durchzuatmen und mit uns selbst ein kurzes Meeting abzuhalten?

 

Wenn wir uns ständig im Außen messen, verlieren wir zuerst die Verbindung zu uns selbst.

Viele meiner Coachees, die in der Entsendung im Ausland sind, merken gar nicht, dass sie unter Stress stehen.

Sie sind körperlich nicht krank. Der Körper trägt die Belastung mit, passt sich an.

Aber dann kommen immer wieder ähnliche Sätze in Gesprächen vor:

– „Endlich fahre ich in den Urlaub.“
– „Nur noch ein paar Jahre, dann gehe ich in Frühpension.“
– “ Wenn das Projekt endlich abgeschlossen ist, nehme ich mir Zeit für mich.“
– „Nach der nächsten Beförderung wird alles leichter.“
– „Ich halte das noch durch, bis die Kinder aus dem Haus sind.“ usw.

Und bis dahin?

 

Wir behandeln unsere Emotionen, Gedanken und unseren Körper oft ausbeuterisch.

Der israelische Medizinsoziologe, Aaron Antonovsky beschreibt die Gesundheit als Kontinuum zwischen Gesundheit und Krankheit. (vgl. „Salutogenese“ = „Gesundwerdung“. )

Er unterscheidet folgende fünf Zonen mentaler Gesundheit:

– Excelling (= Hervorragendes Wohlbefinden)
– Thriving (= Aufblühen)
– Coping (= Bewältigen)
– Struggling (= Kämpfen)
– In crisis. (= In der Krise)

Viele der Menschen befinden sich irgendwo zwischen Coping und Struggling.

Im Coping-Zustand reicht die Energie gerade so aus, um weiterzumachen.
Im Struggling-Zustand fehlt bereits die Zeit, die individuellen Bedürfnisse zu erfüllen.

Doch wahres mentales Wohlbefinden gibt es nur bei Thriving und Excelling.

Erst dann fühlen wir uns selbstwirksam, erleben angenehme Gefühle und sind in einem starken sozialen Netz verankert. Alles, was darunter liegt, belastet meistens unseren Körper und Geist.

 

Unterschiede zwischen Excelling und Thriving

Thriving liegt eher im Bereich der Balance und des Wohlbefindens, bei dem Menschen innerlich aufblühen und ein erfülltes Leben führen.

Excelling geht darüber hinaus und beschreibt eine Phase oder einen Zustand, in dem Menschen außergewöhnliche Leistungen erbringen, ohne dabei ihre emotionale, mentale oder körperliche Gesundheit zu gefährden.

Beide Zustände zeigen auf, dass mentales Wohlbefinden nicht nur das Fehlen von Stress oder Krankheit ist, sondern auch die Fähigkeit, das Leben aktiv und erfüllt zu gestalten.

Was kannst du tun?

 

Zum Ausprobieren:

1) Bring deinen Körper in Bewegung.

Erinnerst du dich, wie du als Kind herumgehüpft bist? Wie gut das getan hat?

Neulich war ich bei einer Masterclass. Wir haben eine Embodiment-Übung gemacht:

Eine Minute lang hüpfen und uns einfach nur freuen – egal wie wir dabei aussehen und welche Gedanken unseren Geist beschäftigen.

Am Anfang kamen blockierende Gedanken: „Echt jetzt?“, „Was denken die anderen?“, „Das ist doch albern“.

Aber dann: Leichtigkeit, Freude und einfach mehr Energie.

Tipp: Probiere es immer wieder aus und beobachte wohlwollend deine Gedanken und deinen Körper dabei.

2) Tanzen:

Wann warst du zuletzt tanzen? Wenn du sagst „Ich kann nicht tanzen“, ist das genau der richtige Moment, es auszuprobieren.

Tanzen bringt Körper, Geist und Emotionen in Einklang.

 

Die geheimnisvolle Melodie der Hormone

Beim Tanzen geschieht Magisches, das uns von innen heraus auflädt:

Serotonin bringt uns innere Ruhe und Zufriedenheit.
Dopamin schenkt uns Motivation und Leichtigkeit.
Oxytocin fördert Vertrauen und Verbundenheit.
Endorphine lassen uns natürliche Euphorie erleben.

Tanzen ist weit mehr als Bewegung – es ist eine Art, mit uns selbst in Resonanz zu gehen. Es bringt uns ins Hier und Jetzt, lässt uns den Alltag loslassen und schenkt Leichtigkeit.

Vielleicht ist genau jetzt der Moment, um den Tanz in deinem Leben willkommen zu heißen – als Rückkehr zu dir selbst und als Schlüssel zu einem neuen, klareren Blick auf dein Leben.

Stell dir vor, du könntest die Verbindung zu dir selbst wiederfinden, deine Energiequellen stärken und mit Klarheit und innerer Balance sowohl berufliche als auch persönliche Herausforderungen meistern – genau das erreichen wir gemeinsam in meinem 1:1 Online-Mentoring „Embrace Your Essence“ .

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Gyöngyi

 

Der Schlüssel zum Hirn:  Neuroscience & Social Media

Der Schlüssel zum Hirn: Neuroscience & Social Media

„Oberflächlichkeit bringt Kunden. Der Schlüssel zu besserem Verkauf ist nie Wissen.“ – vor kurzem hörte ich diese Sätze in einem Webinar.

Diese Sätze haben mich nachdenklich gemacht. Ein Leben lang habe ich nach Tiefe gestrebt – Wissen vertieft, um meine Kompetenz zu stärken und meinen Kund:innen wirklich zu helfen.

Durch dieses Wissen erkenne ich schnell, was Menschen brauchen, wie ich sie begleiten und in ihrer Transformation am besten unterstützen kann.

Und doch sehe ich in Social Media oft eine Parallelwelt.

Vereinfachte Inhalte, die schnell konsumierbar sind.

Bilder und Texte, die teilweise „geklaut sind“, nur das Mainstream bedienen und Likes sammeln, als wären wir auf dem Niveau eines Boulevardmagazins angekommen.

Kurze Häppchen für eine schnelle Welt, die immer weniger Lust auf echtes Hinterfragen hat.

Wo bleibt da die Tiefe?

Die Neugier, Dinge zu verstehen?

Was passiert, wenn wir die Standards senken?

Vielleicht ist es noch ein Überbleibsel aus meinen Studienjahren, die ich so stolz abgeschlossen habe.

Als Literatur-, Sprach- und Vergleichende Religionswissenschaftlerin war mir tiefes Wissen schon immer wichtiger als schnelle Konsumierbarkeit.

Denn alles, was ich in mich selbst investiere, kann mir niemand mehr nehmen. Ein Leben ohne Lernen? Für mich unvorstellbar.

Deshalb habe ich mich in die großartige und sehr inspirierendeApplied Neuroscience“ – Grundausbildung bei Dr. Dr. Damir del Monte vertieft. Für mich war es „Der Schlüssel zum Hirn“.

Im 2025 geht es für mich weiter… die vertiefende Seminare sind bereits gebucht.

Ich wollte verstehen, warum einige Dinge wirken und warum manche Veränderungen bei Klienten nachhaltig sind und andere nicht.

 

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Meine Beweggründe?

1) Tiefer gehen und verstehen, was hinter menschlichen Entscheidungen und Veränderungen steckt.

2) Klientinnen und Klienten auf ihrem Weg durch echte Transformation begleiten.

3) Erkennen, warum bestimmte Dinge funktionieren und andere nicht – auf einer wissenschaftlichen Ebene.

4) Tiefste emotionale Veränderungen bei Menschen anstoßen, die sie nachhaltig stärken.

Ich möchte Menschen ermutigen, in sich selbst zu glauben und einen echten, tiefen Impact zu haben – auch wenn dies bedeutet, in einer Welt der kurzen Posts und schnellen Likes einen anderen, nachhaltigeren Weg zu gehen.

Zeit zum Reflektieren:

– Wie stehst du zu dieser Balance zwischen Tiefe und Oberflächlichkeit?
– Wo siehst du die Zukunft in der Art und Weise, wie wir Wissen teilen?

Deine Gyöngyi

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