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Ungarn vs. Uruguay: Warum Freiheit mehr wert ist als Lage (2026)

Ungarn vs. Uruguay: Warum Freiheit mehr wert ist als Lage (2026)

Ein Ozean der Unterschiede: Freiheit, Wirtschaft & Wohlstand 

Ein Vergleich zwischen Ungarn vs. Uruguay

„Man kauft nicht mit Geld, man kauft mit der Zeit seines Lebens, die man aufwenden musste, um dieses Geld zu verdienen. Und es ist grausam, das Leben zu vergeuden, um die Freiheit zu verlieren.“ – José „Pepe“ Mujica, ehemaliger Präsident von Uruguay

Diese Worte des „ärmsten Präsidenten der Welt“ prägen Uruguay bis heute. Das Land hat bewiesen, dass politische Integrität und verlässliche Institutionen zu echtem gesellschaftlichem Wohlstand führen können.

Der Vergleich mit Uruguay wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich – gerade deshalb macht er Unterschiede sichtbar, die innerhalb Europas oft übersehen werden.

Vergleicht man Uruguay heute mit Ungarn, zeigt sich ein faszinierendes Paradoxon: Zwei Länder auf unterschiedlichen Kontinenten, die beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) fast gleichauf liegen und doch in völlig unterschiedlichen Realitäten leben.

Gleiche Basis, zwei Realitäten: Der Blick hinter die Bilanz

Auf den ersten Blick wirken beide Länder wirtschaftlich wie Zwillinge. Ein Blick auf die aktuellen Daten für 2026 verdeutlicht dies:

BIP pro Kopf: Beide liegen bei ca. 24.500 bis 25.000 USD.

Korruptionsindex (CPI): Uruguay glänzt auf Rang 17 (Weltspitze) (2020: Rang 21), während Ungarn auf Rang 84 (2020: Rang 69) als Schlusslicht der EU stagniert.

Zum Vergleich: Rumänien liegt bereits auf Rang 70 und wird international als deutlich reformwilliger wahrgenommen.

Der bittere Rekord: Beim „Tatsächlichen Individualverbrauch“ (AIC) – also dem, was die Menschen sich wirklich leisten können – ist Ungarn inzwischen auf den letzten Platz der EU gerutscht.

 

Die Mieten-Falle: Budapest vs. Montevideo

Nirgendwo wird die politische Sackgasse Ungarns deutlicher als auf dem Wohnungsmarkt.

In Budapest sind die Mieten in den letzten zwei Jahren förmlich explodiert. Die Preise haben EU-Niveau erreicht, während die Gehälter am unteren Ende der europäischen Skala feststecken.

Für viele junge Ungarn ist es heute fast unmöglich geworden, ohne Wohngemeinschaft oder familiäre Unterstützung in der Hauptstadt zu leben. Die Preise haben sich auf einem extrem hohen Niveau festgesetzt, während die Inflation die Kaufkraft der letzten Jahre aufgefressen hat.

Montevideo hingegen wird oft als die „Schweiz Südamerikas“ bezeichnet. Es ist zwar das teuerste Pflaster des Kontinents, aber die Relationen sind „gesünder“: Die Mieten im Verhältnis zum Gehalt sind moderater als im überhitzten Budapester Markt. Eine stabil niedrige Inflation von ca. 3 % sorgt dafür, dass die Menschen in Uruguay planen können – eine Sicherheit, die in Ungarn durch politische Unwägbarkeiten verloren ging.

 

Warum die Nachbarn vorbeiziehen

Dass Ungarn heute beim privaten Konsum hinterherhinkt, ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Prioritäten. Der Vergleich mit der Region macht den systematischen Abfluss von Ressourcen sichtbar:

  • Rumänien, das vor 15 Jahren noch deutlich ärmer war als Ungarn, hat die ungarischen Haushalte beim Konsum inzwischen überholt. Während Rumänien rasant aufholt, verliert das ungarische Modell durch Korruption und mangelnden Wettbewerb den Anschluss.
  • Wären die Milliarden aus Brüssel nicht in Stadien, Prestigeprojekte und undurchsichtige Kanäle innerhalb des Systems geflossen, sondern in Bildung, Technologie und fairen Wettbewerb, läge Ungarn heute vermutlich auf dem Niveau von Tschechien – bei fast 90 % des EU-Durchschnitts.

Der Standort-Bonus gegen den Freiheits-Faktor

Ungarn liegt im Herzen Europas, direkt an der deutschen Industrie-Pipeline. Uruguay hingegen liegt isoliert am Rio de la Plata, eingequetscht zwischen den krisengebeutelten Riesen Brasilien und Argentinien.

Warum ist Ungarn nicht viel reicher als Uruguay?

  • Ungarn profitiert von seiner Geografie: Die Fabriken von Audi, BMW und Mercedes pumpen das BIP nach oben. Aber – und das ist das entscheidende Aber – dieses Geld kommt bei den Bürgern nicht an. Ungarn hat heute den niedrigsten tatsächlichen Individualverbrauch der gesamten EU. Das bedeutet: Die Menschen produzieren viel, können sich aber am wenigsten leisten.
  • Uruguay hingegen hat seine Institutionen unter Mujica und seinen Nachfolgern zu einer Festung der Rechtsstaatlichkeit ausgebaut. Während für Ungarn aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Rechtsstaatlichkeit Milliarden an EU-Fördergeldern (ca. 20 Mrd. Euro) blockiert wurden, zieht Uruguay Investoren durch  Vertrauen an. Wer in Uruguay investiert, weiß: Mein Eigentum ist sicher, die Justiz ist unabhängig, und die Presse ist frei.

Die Kosten des Systems: Belastung statt Effizienz

In Ungarn ist Korruption kein Nebenprodukt, sondern systemrelevant geworden. Wenn öffentliche Aufträge nicht nach Qualität, sondern nach Regierungs-Loyalität vergeben werden, zahlt der Bürger den Preis durch teure und oft ineffiziente Ergebnisse.

In einem funktionierenden Staat sind Steuern eine Investition in die Zukunft – in Bildung, Infrastruktur und Gesundheit.

Doch der Vergleich mit Uruguay macht deutlich: Selbst die europaweit höchste Mehrwertsteuer von 27 % garantiert keinen Wohlstand, wenn die Institutionen schwach sind und das Kapital im System versickert, statt den realen Lebensstandard der Menschen zu heben.

  1. Die 27 % Mehrwertsteuer: Ungarn finanziert seinen Staatsapparat durch die höchste MwSt. in Europa – eine direkte Belastung für jeden Haushalt.
  2. Der Brain-Drain: Die politische Enge treibt die besten Köpfe ins Ausland. Uruguay hingegen wird zum Magneten für IT-Spezialisten und digitale Nomaden aus ganz Lateinamerika.

Das „Was-wäre-wenn“: Ungarn am Scheideweg

Die spannendste Ableitung ist die Frage: Wo stünde Ungarn heute, wenn es den Weg der Transparenz und Rechtsstaatlichkeit wie Uruguay eingeschlagen hätte?

Ökonomen schätzen, dass Ungarn ohne die institutionelle Erosion und den Missbrauch öffentlicher Gelder heute wirtschaftlich auf dem Niveau von Tschechien oder gar Österreich liegen könnte.

Das hieße: 15-20 % mehr Wohlstand für jeden einzelnen Bürger. Die eingefrorenen 20 Milliarden Euro aus Brüssel hätten ausgereicht, um das Bildungssystem und das Gesundheitswesen grundlegend zu modernisieren.

 

Wohlstand ist nicht gleich Lebensfreude: Der Glücks-Check 2026

Wirtschaftliche Daten wie das BIP erzählen nur die halbe Wahrheit. Wie es den Menschen wirklich geht, zeigt der aktuelle World Happiness Report 2026.

Hier zeigt sich ein faszinierender Kontrast zwischen der ziemlich stabilen Zufriedenheit in Südamerika und der aufgeladenen Aufbruchsstimmung in Ungarn.

  • Uruguay (Rang 31 weltweit): Eine „stille“ Zufriedenheit Uruguay bleibt der „Glücks-Champion“ Südamerikas. Die Menschen dort genießen eine Beständigkeit, die selten ist. Das Glück basiert hier auf tiefem Vertrauen in die Institutionen. Man muss nicht jeden Tag um seine Rechte oder sein Erspartes kämpfen. Es ist eine entspannte, demokratische Lebensqualität, die auf Sicherheit und sozialem Zusammenhalt fußt.
  • Ungarn (Rang 74 weltweit – mit einem „Hoffnungs-Ausschlag“) Statistisch gesehen lag Ungarn jahrelang im Mittelfeld, geprägt von einer gewissen Resignation über Korruption und steigende Preise. Während die Zufriedenheit mit der aktuellen Regierung und den Institutionen niedrig ist, schießt der Wert für „Zukunftshoffnung“ massiv nach oben.

Der Magyar-Effekt

Wer heute auf die Facebook-Seite von Péter Magyar schaut oder seine Kundgebungen sieht, erlebt keine Melancholie mehr, sondern eine intensive Aufbruchsstimmung.

Nach 16 Jahren politischer Erstarrung ist eine neue Energie spürbar. Die Menschen schöpfen ihr Glück gerade aus dem Gefühl, wieder selbstwirksam zu sein. Das Ziel, die Korruption zu beenden und den systematischen Wohlstands-Abfluss  zu stoppen, hat aus politischem Frust eine leidenschaftliche Bewegung gemacht.

Uruguay zeigt uns das Glück der Stabilität – ein Zustand, in dem Freiheit selbstverständlich ist. Ungarn hingegen erlebt gerade das Glück des Aufbruchs. Das Gefühl, wieder selbst etwas bewegen zu können, erzeugt eine Energie, die in keinem Ranking steht.

Die Ungarn haben etwas Entscheidendes jetzt schon zurückgewonnen: Den Glauben daran, dass sie ihre Lebensqualität durch einen politischen Neuanfang selbst steigern können.

Doch diese Unterschiede bleiben nicht abstrakt. Sie zeigen sich im Verhalten von Menschen – oft subtil, aber mit großer Wirkung.

 

Was diese Unterschiede im Alltag wirklich bedeuten und warum sie oft falsch gelesen werden

Wenn wir über Freiheit, wirtschaftliche Stabilität oder politische Systeme sprechen, bleiben wir oft auf der strukturellen Ebene stehen. Doch die eigentliche Wirkung zeigt sich nicht in Zahlen oder Rankings,  sondern im Verhalten der Menschen.

Und genau dort wird es spannend.

Ein Land wie Uruguay, das als stabil, transparent und vergleichsweise frei gilt, schafft völlig andere Voraussetzungen für Kommunikation als ein System, in dem Unsicherheit, politische Einflussnahme oder wirtschaftliche Stagnation spürbarer sind. Das bedeutet nicht, dass Menschen in einem System „besser“ oder „schlechter“ kommunizieren.

Aber sie passen sich an.

In stabileren, transparenten Systemen erlebe ich häufiger direkte Kommunikation, mehr Eigenverantwortung und eine höhere Bereitschaft, Position zu beziehen.

In Kontexten mit unsicheren Rahmenbedingungen wird Kommunikation oft vorsichtiger, indirekter oder stärker angepasst. Dahinter steckt keine mangelnde Stärke, sondern die schlichte Notwendigkeit, sich an ein System anzupassen, das Vorsicht oft mehr belohnt als Offenheit.

Genau hier entstehen oft tiefgreifende Missverständnisse – vor allem in internationalen Teams. Denn wir interpretieren Verhalten meist aus unserer eigenen Logik heraus.

Was für eine Führungskraft nach fehlender Initiative aussieht, kann in Wirklichkeit ein sehr präzises Gespür für systemische Risiken sein. Was als Zurückhaltung wirkt, ist oft die kluge Anpassung an ein System, das diese Vorsicht belohnt.

Die entscheidende Frage für den Erfolg ist deshalb nicht: „Wer hat recht?“, sondern: „Aus welchem System heraus ist dieses Verhalten entstanden?“

Für moderne Führung bedeutet das:

Wer internationale Teams leitet, braucht mehr als fachliche Kompetenz. Er braucht systemische Intelligenz: die Fähigkeit, Verhalten im Kontext zu lesen. Nicht nur das, was gesagt wird, zählt, sondern auch das, was angepasst, zurückgehalten oder zwischen den Zeilen sichtbar wird. Denn genau dort entscheidet sich, ob Zusammenarbeit wirklich funktioniert oder nur oberflächlich stabil wirkt.

 

Freiheit als wirtschaftliches Fundament

Uruguay zeigt uns, dass politische Freiheit und transparente Institutionen eine „unsichtbare Rendite“ abwerfen. Die Freiheit ist dort der Stabilitätsanker, der Investoren anlockt.

In Ungarn hingegen wirkt die politische Enge wie ein Bremsklotz.

Die institutionelle Korruption hat verhindert, dass Ungarn zum wirtschaftlichen Kraftzentrum Zentraleuropas wurde, das es aufgrund seiner Lage und Industrie eigentlich sein müsste.

Am 12. April 2026 steht Ungarn vor einer sehr wichtigen Wahl.

Die Entscheidung zwischen dem aktuellen System und einem Neuanfang unter Kräften wie Péter Magyar  (TISZA-Partei), ist mehr als nur Politik.

Es ist die Wahl zwischen dem weiteren Abstieg oder der Rückkehr zu einem Weg, den Uruguay bereits erfolgreich vorgezeichnet hat:

Ein Land, in dem Wohlstand durch Freiheit und Rechtssicherheit entsteht.

Empower Your Impact And Reshape Your World.

Gyöngyi Varga

 

Zitierempfehlung

Wenn du Inhalte aus diesem Beitrag verwenden oder zitieren möchtest, freue ich mich über eine korrekte Quellenangabe. Bitte nutze dafür folgende Form:

Gyöngyi Varga | Culturebalance (Erscheinungsjahr): „Titel des Beitrags“, verfügbar unter: https://www.culturebalance.de/LINKNAME (abgerufen am TT.MM.JJJJ).

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Quellenverzeichnis
Wirtschaftlicher und politischer Vergleich (März 2026)

 

  1. Wirtschaftliche Kraft & Wohlstand (BIP)
    Internationaler Währungsfonds (IWF) – World Economic Outlook Database
  1. Korruption & Rechtsstaatlichkeit
    Transparency International – Corruption Perceptions Index (CPI) 2025
    • Weltweites Ranking zur wahrgenommenen Korruption im öffentlichen Sektor. Zeigt Uruguay auf Platz 17 (Spitzengruppe) und Ungarn auf Platz 84 (EU-Schlusslicht).
    • Gesamtranking 2025
  1. Lebensstandard & Konsum in der EU
    Eurostat – Actual Individual Consumption (AIC)
  1. Preisentwicklung & Inflation
    Nationale Statistikämter & Trading Economics
  1. Gesellschaftliches Wohlbefinden & Glück
    World Happiness Report 2026
    • Ranking der Lebenszufriedenheit basierend auf Faktoren wie Freiheit, soziale Unterstützung und Vertrauen. Belegt den Rangunterschied zwischen Uruguay (31) und Ungarn (74.).
    • World Happiness Report Official
    1. Politische Hintergründe & Porträts
      Fluter (Magazin der bpb) –  Porträt José Mujica
Wie wäre es mit mehr GRIT?

Wie wäre es mit mehr GRIT?

Wissen Sie, was Grit bedeutet? Zum ersten Mal hörte ich dieses Wort während einer Weiterbildung in Berlin und ich stand völlig auf dem Schlauch. Damals notierte ich schnell: „unbedingt im Wörterbuch nachschlagen“. Heute weiß ich, dass auch andere keine Ahnung darüber hatten, was dieses Wort genau bedeutete. Sie nickten, weil auch andere nickten. Wir lernen so schnell das Nicken, und zu wenig das Wort.

Heute verwende ich dieses Wort mit Vorliebe und ich freue mich jedes Mal insgeheim darüber, wenn ich Teilnehmer*innen in meinen Workshops habe, die nicken. Nein, ich bin nicht schadenfroh und sie sind meistens auch nicht allwissend… Sie denken möglicherweise, dass sie überlegener seien, als andere, und ärgern sich vielleicht darüber, wenn man ihrer Überlegenheit keinen genügenden Spielraum gibt.

Überlegenheit bringt uns weit weg von der Bescheidenheit. Und Bescheidenheit brauchen wir, um einander richtig zuzuhören. Denn ohne das aktive Zuhören und das aktive „Hin-Sehen-Wollen“, können wir nur einen winzigen Teil unseres Gegenübers und der Geschehnisse um uns herum wahrnehmen. Bescheiden zu sein, haben wir vergessen. Denn hierzulande gewinnt so oft das laute Wort. Und noch mehr das „ICH“. Bescheidenheit ist ein Zeichen der inneren Größe: sich bescheiden zurückzunehmen und gleichzeitig jemandem großzügig zuzuhören.  Ganzheitlich für andere da zu sein.

Ich denke, wenn wir üben, mehr Ehrfurcht in unser Leben zu integrieren, können wir in praktisch jedem Unternehmen eine Kultur, die geprägt ist von Leichtigkeit und Freude, von gegenseitiger Inspiration, ehrlichem Interesse und Vertrauen entwickeln. Und dies brauchen wir dringend, wenn wir agil, digital und innovativ in einem kulturell diversen, internationalen Team arbeiten wollen.

Erfolg ist, wenn wir uns die Erlaubnis geben, innerlich zu wachsen und nie damit aufhören zu wollen. Denn je mehr wir uns selbst und andere Menschen im 21. Jahrhundert verstehen, – warum sich so verhalten, wie sie sich verhalten (und auch mal anders als erwartet) -, desto erfolgreicher werden wir, unser Team und unser Unternehmen. Weltweit.

Aber wir brauchen eindeutig auch mehr GRIT dazu! Es reicht nicht mehr, mal schnell eine Schulung für die Mitarbeiter*innen zu veranstalten, schnell die Führungskraft zu einem Coaching zu schicken oder ein Online-Seminar für alle zu buchen. Wissen können wir buchen, Begeisterung nicht. Denn Sie werden keine nachhaltigen Veränderungen, keine echte Transformation bei Ihren Teilnehmer*innen erreichen, wenn sie selbst davon nicht überzeugt sind, dass es ihnen etwas bringt.

Wir brauchen die Einheit von MIND + EMOTION + ENERGY. Sowohl in unserem Leben als auch in unserem Unternehmen, in dem wir arbeiten. Es wird uns überall enorm weiterhelfen, mehr GRIT zu haben.

Aber – nun endlich – was genau bedeutet jetzt GRIT?

GRIT hilft uns wirklich unsere Ziele zu erreichen und langfristig auf dem Markt zu bleiben. Auch in nicht so einfachen Zeiten. Und vor allem ein Magnet für Menschen zu werden, die diese Ziele energievoll mitgestalten wollen.

GRIT ist ein von Angela Duckworth definiertes Konstrukt, das soviel wie Charakterstärke, Mut oder Stehvermögen bedeutet, also das hartnäckige und langfristige Verfolgen von Zielen. Nach ihrer Ansicht führen nicht ein hoher IQ, Talent und Dauerdrill zum Erfolg, sondern eine Kombination aus Interesse, Leidenschaft und Ausdauer. Auf Basis ihrer Biografie, wissenschaftlichen Erkenntnissen und Biografien erfolgreicher Menschen zeigte sie, dass eine Kombination aus Begeisterungsfähigkeit und langfristigem Durchhaltevermögen darüber entscheidet, ob ein Mensch seine Ziele erreicht oder nicht. (Stangl, 2020).“

Und wie viel Grit haben Sie? Wie viel haben die Teams in Ihrem Unternehmen?

Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Fragen – und höre Ihnen gerne zu.

Interkulturelle Grüße aus Nürnberg

Gyöngyi Varga

 

P.S: für Frühbucher*innen!

Der nächste offene Workshop mit dem Titel „Endlich verstehen, wie andere (weltweit) ticken!“ (Mimikresonanz®-Workshop) startet am 14. März 2020 in Nürnberg.

Verwendete Literatur
Stangl, W. (2020). Stichwort: ‚GRIT-Modell‘. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik. WWW: https://lexikon.stangl.eu/20614/grit-modell/ (2020-02-06) + erfolgreich inspiriert durch Anja Förster und Dirk W. Eilert.

Warum wir uns zusammengehörig fühlen wollen

Warum wir uns zusammengehörig fühlen wollen

Erneut konnte ich einen wichtigen Meilenstein erreichen, den ich mir vor zwei Jahren gesetzt hatte. Im Mai 2019 habe ich die Prüfung als Mimikresonanz®-Trainerin und Beraterin bei der Eilert-Akademie, The Sciences of Emotions, in Berlin erfolgreich abgelegt.

Oft werde ich von meinen Kunden gefragt, warum ich mich stets weiterbilde und warum ich mich immer mehr auf die Welt der Emotionen spezialisiere. Und es stimmt, mich treibt wirklich eine unsichtbare innere Kraft voran, immer mehr über die Welt des menschlichen Verhaltens und der Kommunikation zu erfahren und zu erforschen. Außerdem möchte ich meine Kunden darin unterstützen, ihre eigenen Potenziale viel mehr nach außen zu zeigen und bewusst zu leben.  

Dies hat einen ganz einfachen Hintergrund: Ich wollte schon immer verstehen, warum sich Menschen so oder so verhalten. Von welchen Faktoren ist ihr Verhalten abhängig? Womit hängt es zusammen, ob sie wertschätzend und respektvoll oder geringschätzig und vorwurfsvoll miteinander umgehen? Wie erklären sie ihre Beweggründe? Welche Motive verbergen sich hinter ihren Handlungen, was treibt sie an und motiviert sie, was erfüllt sie innerlich? Was hält sie bei einem Unternehmen, in einer Gruppe oder einem Team zusammen?

So beschäftige ich mich auch seit längerer Zeit mit den Zusammenhängen von „Diversity & Inclusion“ (dt. Vielfalts- und Einbeziehungsmanagement).

Vor kurzem fand ich hierzu folgendes Zitat: 

„Diversity is having a seat at the table, inclusion is a having a voice, and belonging is having that voice be heard.”

Und ja, es kommt nicht so sehr auf das Zusammenspiel von „Diversity & Inclusion“ im Unternehmen oder im Team an. Sondern viel mehr auf das Zusammengehörigkeitsgefühl („belonging“) innerhalb des Unternehmens oder Teams.  

Nun ist die Frage: Wodurch entsteht dieses Zusammengehörigkeitsgefühl? Entsteht es durch das gegenseitige Vertrauen, das innere Sicherheitsgefühl oder durch die wertschätzende Unterstützung innerhalb des Unternehmens? Oder sollten am besten alle drei Voraussetzungen gegeben sein?

Keine Frage, wir brauchen die Erweiterung unserer Soft Skills mehr denn je… Denn erst durch unsere Großzügigkeit, unser Mitgefühl, unsere Freundlichkeit und unser Einfühlungsvermögen werden wir uns als Mensch von der künstlichen Intelligenz unterscheiden.

Menschen zu verstehen ist die Währung des 21. Jahrhunderts. 

Und eines der nützlichsten Tools, mit dem dies erreicht werden kann, ist die Mimikresonanz®.

Oftmals geben meine Teilnehmer in den interkulturellen Seminaren folgendes Lernziel an: „Ich möchte endlich wissen, wie die Ungarn ticken.“  Und ich schlucke. Denn ich mag den Gedanken nicht, ihnen eine Gebrauchsanweisung für Ungarn an die Hand zu geben. Vielmehr möchte ich sie zum Beispiel durch einen Perspektivenwechsel sensibilisieren und mit Hilfe nützlicher Tools motivieren, Zusammenhänge zu erkennen und mit diesen umzugehen. Dadurch werden sie in den interkulturellen Situationen neugierig und flexibel.

Aus diesem Grund habe ich diesen provokanten Titel für meine offenen Seminare im Herbst gewählt:

„Endlich verstehen, wie andere ticken!“
Mimikresonanz-Workshop (2 Tage) in Nürnberg
Wie Sie Ihre Empathie, Vertrauen und Wahrnehmung und somit Ihre Menschenkenntnis in Zeiten der Digitalisierung clever steigern und dadurch beruflich und auch privat (noch) erfolgreicher werden!

Terminauswahl:
19.–20. Oktober 2019
23.–24. November 2019

Vielleicht wollen auch Sie einen dieser offenen Workshops besuchen, und Ihre Emotionserkennungsfähigkeit und somit Ihre Empathie steigern. Klicken Sie bitte einfach auf das Datum für mehr Informationen. Ich freue mich, wenn Sie dabei sind!

Sie möchten mehr zum Thema Mimikresonanz® erfahren oder weitere Workshop-Termine sehen?
Dann lesen Sie hier mehr.

Das sind die Weiterbildungstrends für 2019

Das sind die Weiterbildungstrends für 2019

Seit über fünf Jahren bin ich von der Vielseitigkeit der gamification-Softwares absolut begeistert. Mehrere Vorträge über den Einsatz von gamification in der Weiterbildung hielt ich seither und versuchte immer wieder meine Klienten und Kollegen ebenfalls dafür zu begeistern. Ich muss mir gestehen: Mit mäßigem Erfolg. Die neuen Möglichkeiten vielerorts wurden eher befremdlich aufgenommen. Manche Institute haben meine Initiativen sogar etwas belächelt. Sie waren davon absolut überzeugt, dass gamification nicht als Instrument in der Trainingsbranche eingesetzt werden kann.

Zwei Sachen habe ich noch damals vor 9 Jahren als Online-Community-Managerin gelernt: Veränderungen kommen schneller als man denkt, und es ist nichts ausbremsender, als die eigene Eingeschränktheit durch Angst und Tradition.

Vor kurzem habe ich einen Artikel von Sylvia Johnson (Learnlight) gelesen, in dem sie die 10 Top Trainings-Trends für 2019 vorstellt. Mein Trainerherz hat sich darüber außerordentlich gefreut, denn die gamification-Lösungen hat es auf Platz 8 geschafft.

Heute möchte ich Ihnen diese Trends für 2019 kurz vorstellen – denn ich bin absolut überzeugt, dass die Kombination von diesen Elementen wie auch die bisherigen Präsenztrainings den Transformationserfolg für die Mitarbeiter sehr schnell steigert.

 

Für 2019 sind diese Trainingstrends absolut zu empfehlen:

1) Gehen Sie mehr auf die moderne Einstellung der Lernenden ein und finden Sie die Lösungen, die exakt ihre Bedürfnisse erfüllen!

2) Fokussieren Sie auf multimodale Trainingsprogramme, in denen die Lernenden ihren Lernfortschritt auch selbst bewerten können! Für die Stärkung der neuronalen Verbindungen brauchen sie Wiederholungen und Überprüfungen in den Trainingsprogrammen.

3) Lassen Sie Ihre HR-Abteilung mit den Führungskräften enger zusammenarbeiten! Wenn Ihre Mitarbeiter merken, dass sie durch ihre Führungskräfte bei der Weiterbildung unterstützt werden, dann werden sie Ihre Schulungsmaßnahmen auch höher priorisieren und engagierter sein. Schaffen Sie dadurch ein Umfeld, in dem Innovationen eine wichtige Rolle in Ihrem Unternehmen spielen!

4) Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und priorisieren Sie die Kultur des Lernens höher! Geben Sie Ihren Mitarbeitern immer wieder die Möglichkeit, Neues zu erlernen und das Erlernte untereinander auch zu teilen. Damit steigern Sie ihre Produktivität und ihr Potenzial! Wenn Ihre Mitarbeiter zufriedener sind, werden sie auch offener gegenüber Veränderungen im Unternehmen.

5) Machen Sie das Lernen durch mobiles Lernen zugänglich! So bleiben stets Ihre Mitarbeiter an dem Thema interessiert und weiterhin engagiert. Es ist wichtig, dass Ihre Mitarbeiter schrittweise lernen können und sich auf gar keinen Fall überfordert fühlen dürfen.

6) Verwenden Sie öfter Microlearnig-Systeme bei Ihrer Weiterbildungsmaßnahme! Dadurch ist der Lerntransfer in den beruflichen Alltag des Lernenden individueller, praktischer und schneller.

7) Finden Sie individuelle Lösungen für Ihre Mitarbeiter! Je angepasster ist der Lerninhalt den individuellen Bedürfnissen der Lernenden, desto effizienter. Ein Entwicklungscoach – auch in modernen Technologien – wirkt auf den Erfolg positiv aus.

8) Bauen Sie gamification-Elemente in Ihre Trainingsinhalte ein! Inhalte mit gamification aufbereitet, wirken in den Trainings dynamischer. Rollenspiele und Wettberwerbselemente ergänzen das Lernen mit dem Spaßfaktor und dies steigert wiederum das gute Gefühl durch das freigesetzte Dopamin im Körper.

9) Ergänzen Sie Ihre Schulungsstrategien mit videobasiertem Lernen und Storytelling! Es gibt bereits einige Untersuchungen, die die These unterstützen, dass Lernende die Botschaft von Videoinhalten viel besser behalten können, als von textbasiertem Lernen. Verwenden Sie daher öfters Videoinhalte von 2–3 Minuten. Ein fachkompetenter Trainer sollte dieses Lernen auf jeden Fall begleiten. Denn Videos mit Arbeitsplatzszenarien sollten auf jeden Fall gemeinsam analysiert und besprochen werden.

10) Möchten Sie eine möglichst stressfreie Zukunft? Dann ist es absolut notwendig, dass Sie Ihre Soft-Skills-Trainings in Ihrem Unternehmen erhöhen. Ihre Mitarbeiter werden auch zukünftig immer weniger Zeit für Präsenztrainings haben, daher ist es wichtig, dass Sie mehr Fokus auf neue Fähigkeiten durch Soft Skills im Job setzen.

Es lässt sich viel leichter und effizienter lernen, wenn Ihre Trainings Erlebnisse schaffen.

Ein glücklicher und zufriedener Mitarbeiter ist auch zugleich ein produktiver Mitarbeiter. Effektive Autonom-Lernende werden auch zu effektiven und autonomen Mitarbeitern, die Sie bei dem Erreichen Ihrer strategischen Unternehmensziele für 2019 unterstützen werden.

Stellen Sie daher Ihre Weiterbildungslösungen für das Jahr nach dem Freudefaktor zusammen.

Gerne helfe ich Ihnen dabei, Ihre Weiterbildungs-Strategien gemeinsam mit Ihnen / Ihrer HR-Abteilung für 2019 zu planen und die geeigneten Lösungen für Ihre Ziele zu finden.

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