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Was passiert, wenn Menschen anfangen, Emotionen interkulturell zu lesen?

Was passiert, wenn Menschen anfangen, Emotionen interkulturell zu lesen?

In meinen Mimikresonanz® Seminaren gibt es fast immer diesen einen Moment. Meistens am Ende des zweiten Trainingstages — wenn nach intensivem Lernen eigentlich die Erschöpfung einsetzen sollte — kommt aus der Gruppe stattdessen eine Frage voller Energie: „Wie und wann können wir weitermachen?“

Solche Momente sind der Grund, warum ich meine Arbeit als Trainerin so liebe. Sie zeigen etwas, das ich in meiner Praxis immer wieder beobachte: Wer einmal anfängt, nonverbale Signale und Mimik wirklich zu lesen, will nicht mehr aufhören.

Was ein Mimikresonanz® Seminar wirklich ist — und was nicht

Oft wird angenommen, das Lesen von Körpersprache sei eine Technik, die man einmal auswendig lernt. Ein fundiertes Mimikresonanz® Seminar ist weit mehr: Es ist eine tiefgreifende Steigerung der Wahrnehmung — eine, die nachhaltig verändert, wie du Menschen begegnest.

Im Führungsalltag, im Coaching, in kulturell komplexen Verhandlungssituationen:

Ständig laufen Gespräche ab, in denen das Gegenüber höflich „Ja“ sagt und innerlich längst Widerstand oder Zweifel spürt. Wer diese feinen Signale sieht, agiert anders.

Präziser. Wirkungsvoller. Und vor allem: empathischer.

Das ist keine Interpretationskunst und kein Bauchgefühl. Es ist eine erlernbare Kompetenz — orientiert an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur menschlichen Emotion, entwickelt von Dr. Dirk W. Eilert in Berlin.

Die transkulturelle Dimension: Unsere Stärke gegenüber der KI

In meiner täglichen Arbeit als interkulturelle Trainerin und transkultureller Coach begegne ich einem Phänomen, das konsequent unterschätzt wird.

In kulturell diversen Arbeitsumfeldern sind Worte und sichtbares Verhalten stark durch den jeweiligen kulturellen Kontext geprägt.

Die sozialen Regeln — die sogenannten Display Rules — bestimmen, wann und wie wir welche Emotionen zeigen dürfen. Sie variieren von Kultur zu Kultur, von Kontext zu Kontext erheblich.

Aber hier liegt der entscheidende Punkt: Sieben Primäremotionen — Freude, Ärger, Trauer, Angst, Ekel, Verachtung, Überraschung — werden in ihrer reinen mimischen Form universell ausgedrückt.

Diese Mikrosignale erscheinen im Gesicht bei allen Menschen gleich, unabhängig von Herkunft, Kultur oder Sprache. Wer das lesen kann, kommuniziert auf einer Ebene, die keine Übersetzung mehr braucht.

Wir leben in einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz immer mehr Raum einnimmt.

KI kann Daten analysieren und Texte generieren — ja. Aber den Menschen im entscheidenden Moment wirklich erfassen, echte emotionale Resonanz spüren und im richtigen Augenblick menschlich reagieren — das bleibt unsere größte Stärke.

Besonders im transkulturellen Kontext ist diese Fähigkeit unersetzlich und zutiefst menschlich.

Für wen ist dieses Seminar relevant?

Ein Mimikresonanz® Seminar ist besonders wirkungsvoll, wenn du:

  • als Führungskraft kulturell diverse oder transkulturelle Teams führst
  • als Coach oder Trainer:in deine Wahrnehmung auf eine neue Ebene steigern willst, um Klienten noch präziser zu begleiten
  • in Verhandlungen oder Beratungsgesprächen mehr wahrnehmen willst als das, was offen ausgesprochen wird
  • im transkulturellen Kontext tätig bist — zum Beispiel in der deutsch-ungarischen Zusammenarbeit — und weißt, wie viel im Ungesagten steckt

Du musst Mimikresonanz® vorher nicht kennen. Du musst nur bereit sein, genauer hinzuschauen.

Dein Weg: Vom Einstieg bis zum Körpersprache-Profi

Mimikresonanz® Basic — Der Augenöffner

Das Basic-Modul ist dein Einstieg. Du lernst, die mimischen Signale der sieben Primäremotionen zu erkennen, die Zustimmung, Widerstand oder innere Distanz verraten — bevor ein einziges Wort gesprochen wird. Zwei Tage, die deine Grundhaltung in jedem zukünftigen Gespräch verändern.

Mimikresonanz® Professional — Der Deep-Dive

Dieses Modul baut auf dem Basic auf. Hier trainieren wir die feinen und vor allem subtilen Signale — kulturübergreifend, in Echtzeit, in komplexen Gesprächssituationen. Neben der Mimik nehmen wir auch Gestik und Stimme gezielt unter die Lupe.

Meine offenen Seminare finden im interaktiven Live-Online-Format statt. Beide Module enthalten einen begleitenden Online-Kurs zur Vertiefung — inklusive KI-Agenten zum interaktiven Üben.

Für interne Teams und Firmenkunden komme ich für Inhouse-Trainings gerne direkt vor Ort.

Bist du bereit, deine Wahrnehmung zu transformieren?

Schau dir jetzt die kommenden Termine an und sichere dir deinen Platz (max. 10 Teilnehmer:innen / Gruppe):

Mimikresonanz® Basic

Mimikresonanz® Professional

 

Auf meiner Webseite findest du hier noch weitere Informationen über meine offenen Mimikresonanz® – Seminare. 

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Gyöngyi

Das Unausgesprochene führen: Widerstände im Team erkennen & auflösen

Das Unausgesprochene führen: Widerstände im Team erkennen & auflösen

Im Meeting nicken alle. Die Entscheidung steht. Doch zwei Wochen später stockt das Projekt.

Fachlich ist alles geklärt, aber die Umsetzung schleppt sich. Spannungen liegen in der Luft, die niemand benennt. Die Zusammenarbeit wirkt nach außen harmonisch, aber innerlich ist sie brüchig.

Das Problem ist selten mangelnde Fachkompetenz.
Das Problem ist das, was nicht gesagt wurde.

Als Führungskraft in komplexen, internationalen Kontexten oder unter hohem Veränderungsdruck können Sie sich es nicht leisten, nur auf das zu hören, was Mitarbeiter:innen sagen.

Studien zeigen: Wir übersehen im Stress ca. 40 % der emotionalen Signale. Das sind genau die Momente, die Ihnen verraten hätten, dass das „Ja“ Ihrer Mitarbeiterenden eigentlich ein „Nein“ war oder ein stiller Rückzug.


In dieser 90-minütigen Masterclass (0 €) zeige ich Ihnen, wie Sie diesen „blinden Fleck“ erhellen.

Wir verlassen das bloße Bauchgefühl. Sie lernen, wie Sie durch Mimikresonanz® Warnsignale präzise erkennen, bevor sie zu teuren Konflikten eskalieren.

Was Sie in der Masterclass mitnehmen:

  • Der Realitäts-Check: Warum „gutes Gespür“ in interkulturellen Situationen oft trügt und wie Sie echte Objektivität gewinnen.
  • Das Frühwarnsystem: Ein konkretes mimisches Signal für stillen Widerstand, das Sie ab morgen sofort erkennen (und wie Sie darauf reagieren).
  • Klarheit statt Raten: Warum emotionale Intelligenz nichts mit „weich“ zu tun hat, sondern harte ökonomische Faktoren wie Schnelligkeit und Vertrauen sichert.
  • Strategischer Ausblick: Wie Sie diese Fähigkeit vom „Wissen“ ins „Können“ bringen (Preview zur Mimikresonanz® – Ausbildung am 14. – 15. März 2026).


Mimikresonanz® ist ein strategisches Führungsinstrument.

Es ist Ihr  Werkzeug, um:

– Entscheidungen abzusichern.
– Verborgene Dynamiken im Team aufzulösen.
– Als Leader Souveränität auszustrahlen, auch wenn es brennt.


Für wen ist diese Vertiefung?

Für Strateg:innen, Führungskräfte und Projektleiter;innen, die länderübergreifend oder interkulturell arbeiten und merken, dass reine Fachexpertise nicht mehr ausreicht, um Teams in unsicheren Zeiten souverän zu führen.

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Gyöngyi

Das teure Nicken: Warum Teams schweigen und wie Sie es durchschauen

Das teure Nicken: Warum Teams schweigen und wie Sie es durchschauen

Das teure Nicken: Warum Teams schweigen (und wie Sie es trotzdem durchschauen)

Im letzten Artikel sprachen wir über den „Feuerlöscher-Modus“. Darüber, wie schnell wir unter Druck den strategischen Weitblick verlieren und nur noch reagieren.

Heute möchte ich über die Kehrseite dieses Modus sprechen. Über das, was in Ihrem Team passiert, während Sie löschen.

Kennen Sie diesen Moment im Meeting? Der Zeitplan ist eng. Die Entscheidung muss getroffen werden. Sie fragen in die Runde: „Sind alle einverstanden?“

Viele nicken. Manche zeigen ein fast eingefrorenes Gesicht. Keine Rückfragen.
Sie haben ein merkwürdiges Bauchgefühl. Aber Sie beruhigen sich. Auch Ihr nächster Termin ruft schon.

Zwei Wochen später stockt das Projekt. Termine platzen. Die Stimmung kippt. Und Sie fragen sich: „Warum hat niemand etwas gesagt?“

Die Illusion der professionellen Fassade

Die harte Wahrheit ist: Sie haben es gesagt. Nur nicht mit Worten.
In meiner Arbeit mit Führungskräften – ob in Deutschland oder Ungarn – sehe ich ein teures Muster: Je höher der Druck, desto dicker wird die „professionelle Maske“.

Wir trainieren uns an, souverän zu wirken.

– In Deutschland heißt das oft: Sachlich bleiben, Emotionen raushalten.

– In anderen Kulturen (wie z. B. Ungarn) heißt das oft: Die Harmonie wahren, dem Chef nicht öffentlich widersprechen.

Das Ergebnis ist dasselbe: Das gesprochene Wort („Ja“) und die gefühlte Wahrheit („Das klappt nicht“) driften auseinander.

Das 250-Millisekunden-Fenster

Doch die Biologie lässt sich nicht betrügen. Und das ist Ihr strategischer Vorteil.

Bevor wir unsere Gedanken formulieren können, reagiert unser limbisches System – besonders, wenn uns ein Thema wichtig ist. Für etwa 250 Millisekunden zeigt sich die ausgelöste Emotion (z. B. Sorge, Zweifel, Frust, Ekel, Verachtung) ungefiltert im Gesicht, bevor die „Maske“ sitzt.

Diese Mikroexpressionen sind der ehrlichste Indikator, den Sie als Führungskraft haben. Sie sind der „stille Alarm“, der lange vor dem eigentlichen Problem schrillt.

Kultur wirkt wie ein Filter

Wenn wir in internationalen oder interkulturellen Teams arbeiten, wird es noch komplexer. In Deutschland wird Kritik oft direkter geäußert. In beziehungsorientierten Kulturen (wie Ungarn) ist die Wahrung des Gesichts oft wichtiger. Hier wird das „Nein“ nicht immer ausgesprochen, sondern oft nur gezeigt.

Wer hier nur auf den Audio-Kanal (die Worte) hört, führt im Blindflug. Wer aber den visuellen Kanal (die Signale) lesen kann, führt das Unausgesprochene.

Vom Manager zum Wahrnehmungs-Strategen

Führung „zwischen den Zeilen“ bedeutet nicht, Gedanken zu lesen. Es bedeutet, Inkongruenz zu erkennen: Passt das, was ich sehe, zu dem, was ich höre?

Wenn nicht: Stopp. Nicht weitermachen. Nachfragen.
„Ich höre ein ‚Ja‘, aber ich nehme wahr, dass Sie noch zögern. Was braucht es noch, um wirklich sicher zu sein?“

Das ist der Moment, in dem echte psychologische Sicherheit entsteht. Weil Ihr Gegenüber merkt: Ich werde wirklich gesehen. Und in dem Sie teure Fehlentwicklungen stoppen, bevor sie Geld kosten.

Einladung zum Perspektivwechsel

Achten Sie in dieser Woche einmal nicht auf das, was gesagt wird. Achten Sie auf das, was kurz vorher im Gesicht passiert. Welche Signale übersehen wir im Alltagrauschen?

Nehmen Sie sich für diese Woche ein einziges Meeting vor. Schalten Sie Ihren Fokus bewusst um: Vom Zuhörer zum Beobachter.

Achten Sie genau auf den Moment, in dem eine Entscheidung verkündet oder eine kritische Frage gestellt wird. Was passiert im Gesicht Ihres Gegenübers in der Sekunde, bevor die Antwort kommt?

– Sehen Sie ein kurzes Zusammenziehen der Augenbrauen?

– Ein Pressen der Lippen?

– Ein kurzes Zucken der Mundwinkel?

Ignorieren Sie für einen Moment das höfliche „Ja, mach ich“. Vertrauen Sie dem, was Sie gesehen haben. Sie müssen noch gar nicht intervenieren. Nur wahrnehmen.

Sie werden überrascht sein, wie laut die Stille sein kann. Und genau in dieser Stille liegt Ihre wichtigste Information.


Möchten Sie aufhören zu raten, was Ihr Team wirklich denkt?

Das „Bauchgefühl“ ist ein guter Anfang, aber im Business oft zu vage. Am Dienstag, den 24. Februar 2026, halte ich eine exklusive, kostenfreie Masterclass dazu.

Ich zeige Ihnen, wie Sie diesen „blinden Fleck“ in der Kommunikation erhellst – besonders in interkulturellen und emotional komplexen Situationen.

Zur Anmeldung: Das Unausgesprochene führen: Widerstände im Team erkennen & auflösen

In meinem nächsten Online-Seminar Mimikresonanz® am 14. und 15. März 2026 zeige ich Ihnen, wie Sie das nonverbale Profiling als präzises Instrument in Ihrer Führung verankern.

Hier finden Sie alle Details und die Anmeldung.

Mimik entschlüsseln und emotional intelligent kommunizieren: Mimikresonanz® – Basic (14. – 15. März 2026) | Live-Online-Weiterbildung – culturebalance

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Bevor Verhalten kippt, kippt immer zuerst die Zugehörigkeit

Bevor Verhalten kippt, kippt immer zuerst die Zugehörigkeit

Wenn ein alter Stoff plötzlich zur Führungsgeschichte wird

Gestern habe ich den neuen Frankenstein Film von Guillermo del Toro gesehen. Eine Geschichte, die mich seit meiner Studienzeit begleitet. Und doch hat sie mich dieses Mal auf eine Weise berührt, die ich so nicht erwartet habe.

Vielleicht, weil manche Geschichten erst dann wirklich zu uns sprechen, wenn wir Erfahrungen gesammelt haben, die uns für ihre Botschaft öffnen. Wir hören sie anders, wenn wir selbst durch Räume gegangen sind, die unsere Wahrnehmung schärfen.

In dieser Verfilmung habe ich weniger das entwurzelte Geschöpf gesehen, sondern die Spannung zwischen Einsamkeit, Verantwortung und dem tiefen menschlichen Wunsch nach Zugehörigkeit. Und plötzlich wirkte dieser Stoff aktueller als viele moderne Führungskonzepte. Es war wie ein Spiegel für Themen, die mir in Coachings und Workshops täglich begegnen.

 

Vereinsamung als unsichtbare Kraft

Das Geschöpf wird nicht böse geboren. Es wird zu dem, was es wird, weil es nirgendwo hingehört. Niemand sieht es. Niemand hält den Raum.

Genau das erlebe ich im Arbeitsalltag immer wieder. Wenn jemand auffällig wird, steckt dahinter oft ein Gefühl von Nicht-Dazugehören.

Wir bewerten das sichtbare Verhalten und übersehen das, was darunter liegt. Einsamkeit verzerrt Menschen stärker, als wir es wahrhaben wollen.

 

Verantwortung ist mehr als ein Konzept

Victor erschafft etwas und lässt es dann allein. Ohne Begleitung und ohne Dialog.

Diese Leerstelle wirkt wie ein Echo vieler Unternehmensrealitäten. Strukturen entstehen, Rollen sind definiert, Systeme laufen.

Doch der emotionale Teil der Führung fehlt. Der Raum für Zwischenmenschlichkeit wird nicht bewusst gehalten. Wenn Verantwortung auf dieser Ebene fehlt, kippen Strukturen schneller, als es im Organigramm sichtbar wird.

 

Zugehörigkeit als Basis für Leistung

Menschen können erst wirken, wenn sie sich gesehen fühlen. Sobald Verbindung entsteht, verändert sich Verhalten. Energie wird frei, Klarheit wächst und innere Sicherheit wird spürbar. Psychologische Sicherheit ist kein „Nett, wenn wir sie haben.“.

Sie ist das Fundament, auf dem Zusammenarbeit gedeiht. Deshalb spreche ich so oft über kulturelle Sensibilität und emotionale Intelligenz.

Teams, die Zugehörigkeit wirklich leben, arbeiten nicht nur produktiver. Sie arbeiten menschlicher.

 

Empathie entscheidet über Entwicklung

Das Wesen im Film wollte nur verstanden werden. Dieser Wunsch ist universell. Auch in Unternehmen zeigt Empathie, ob Entwicklung möglich wird oder blockiert bleibt. Empathie bedeutet nicht Nachsicht. Es bedeutet Präsenz. Es bedeutet, wahrzunehmen, was im Raum wirkt, bevor wir handeln. Führung, die empathisch agiert, stärkt Menschen und Systeme zugleich.

 

Wenn Projektionen lauter sind als Realität

Das vermeintliche Monster ist nicht das Monster. Die Ursache liegt oft an einer anderen Stelle.

Genau das erlebe ich täglich in Konfliktsituationen. Wir interpretieren schnell und übersehen nonverbale Signale, unausgesprochene Bedürfnisse, kulturelle Prägungen und verletzte innere Anteile. Projektionen können ein Gespräch stärker formen als jedes Argument.

 

Was die Geschichte uns heute zeigt

Vielleicht berührt mich diese Verfilmung deshalb so sehr. Sie zeigt, was passiert, wenn emotionale Verantwortung fehlt. Wenn Bindung nicht entsteht. Wenn Menschen nicht gehört werden. Und wenn Systeme keine Sprache für Emotionen besitzen.

Genau dort beginnt Veränderung. Mit Wahrnehmung. Mit Empathie. Mit echter Verbindung. Mit Führung, die nicht kontrolliert, sondern versteht. Führung, die Beziehungen schafft, in denen Menschen sich zeigen dürfen.

Am Ende bleibt für mich ein Gedanke, der weit über den Film hinausgeht: Es gibt keine „Monster“. Es gibt verletzte Menschen, verlorene Bindung und ungehaltene Versprechen. Es gibt Strukturen, die keinen Raum für emotionale Dynamiken lassen.

Und es gibt die Möglichkeit, das zu verändern.

 

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Körpersprache für Führungskräfte im interkulturellen Kontext

Körpersprache für Führungskräfte im interkulturellen Kontext

Die 7 sozialen Darstellungsregeln für Führungskräfte im internationalen / interkulturellen Kontext

Als Führungskraft  ist es entscheidend, die soziale und kulturelle Prägung deines Gegenübers zu verstehen.

„Behandle andere Menschen so, wie sie behandelt werden wollen“ – das erfordert, ihre Persönlichkeit und kulturellen Hintergründe zu berücksichtigen.

Hier spielen die sozialen Darstellungsregeln eine zentrale Rolle.

Unsere Persönlichkeit und Herkunftskultur beeinflussen, welche Emotionen wir täglich erleben und wie intensiv wir diese Emotionen über die Körpersprache ausdrücken. Wenn wir das nonverbale Verhalten eines Menschen beobachten, können wir Rückschlüsse auf seine Persönlichkeitspräferenzen und neurobiologische Grundmotive ziehen.

 

Unser Emotionsausdruck wird durch soziale Darstellungsregeln (auch bekannt als Facial Display Rules) gesteuert.

1972 entdeckten Paul Ekman und Wallace Friesen, dass Menschen je nach Kultur ihre Emotionen unterschiedlich intensiv und lang zeigen. Beispielsweise lächelten Japaner in einer Studie öfter, um negative Gefühle zu überspielen, wenn sie durch ihren Vorgesetzten beobachtet wurden.

Diese Darstellungsregeln entwickeln wir bereits in der Kindheit, geprägt durch unser Umfeld und kulturelle Normen.

Sätze wie „Das kann doch jeder!“, „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ oder „Stell dich nicht so an!“ usw. formen unser Verständnis darüber, wie wir unsere Gefühle zeigen sollen. Auch im Erwachsenenalter bleiben diese Regeln relevant, insbesondere in interkulturellen Kontexten.

 

Unsere Kultur und Persönlichkeit beeinflussen, wie wir Emotionen wahrnehmen und ausdrücken.

Die Facial Display Rules – soziale Darstellungsregeln – zeigen, wie tief kulturelle Einflüsse in unserer Kommunikation verankert sind.

 

Persönlichkeit und Kultur haben eine doppelte Filterfunktion:

– Sie beeinflussen, wie wir Außenreize (Trigger) wahrnehmen und welche Emotionen wir erleben.
– Sie bestimmen, wie intensiv wir diese Emotionen, die wir spüren, nach außen ausdrücken.

 

Es gibt sieben soziale Darstellungsregeln, die durch Persönlichkeit und Kultur geprägt sind und die häufig zum Ausdruck kommen.

Es lohnt sich, diese Regeln zu kennen, um ein Gefühl für die nonverbale Baseline unseres Gegenübers zu bekommen:

1) Ausdrücken: Du zeigst deine Emotionen genauso, wie du sie fühlst.
Beispiel: In einem Meeting zeigst du offen deine Frustration, wenn ein Projektziel nicht erreicht wird.

2) Verstärken: Du stellst deinen Emotionsausdruck intensiver dar, als du tatsächlich empfindest.
Beispiel: Du verstärkst deine Begeisterung, wenn du ein Teammitglied lobst, um es zusätzlich zu motivieren.

3) Abschwächen: Du milderst den Ausdruck deiner Emotion ab, um sie weniger intensiv erscheinen zu lassen.
Beispiel: Du fühlst dich enttäuscht, weil sich ein Projekt verzögert. Du zeigst allerdings nur leichte Enttäuschung, um die Stimmung im internationalen Team nicht zusätzlich zu belasten.

4) Neutralisieren: Du unterdrückst deine Emotion vollständig und nimmst einen neutralen Gesichtsausdruck an.
Beispiel: Du zeigst keinerlei Emotion, obwohl du innerlich verärgert bist, um die Harmonie im Team zu wahren. Keine Reaktion auf eine Beleidigung zeigen.

5) Qualifizieren: Du drückst eine Emotion aus, ergänzt sie aber durch eine andere, um die ursprüngliche zu modifizieren.
Beispiel: Du zeigst Sorge über ein Projekt, lächelst aber, um Zuversicht zu vermitteln.

6) Maskieren: Du fühlst eine Emotion, aber gleichzeitig zeigst du eine andere. Das bedeutet, du versteckst deine tatsächliche Emotion durch eine andere.
Beispiel: Du bist enttäuscht über die Leistung des Teams, zeigst jedoch Freude, um den Teamgeist zu fördern.

7) Simulieren: Du täuschst eine Emotion vor, die du eigentlich nicht empfindest.
Beispiel: Eine neue Richtlinie wird eingeführt. Du zeigst Begeisterung, um die Akzeptanz im internationalen Team zu fördern, obwohl dich die Einführung der Richtlinie emotional nicht berührt.

In kollektivistischen Kulturen, wie in China, wird das „Wir“ vor das „Ich“ gestellt. Das Gemeinwohl steht im Vordergrund, weshalb offensive Emotionen eher maskiert oder neutralisiert und kooperative Emotionen simuliert werden.

Im Gegensatz dazu neigen Menschen in individualistischen Kulturen, wie den USA, dazu, offensive Emotionen wie Ärger offener auszudrücken.

 

Warum sind diese Regeln wichtig?
Die sozialen Darstellungsregeln beeinflussen unser tägliches Leben auf vielfältige Weise. Indem wir uns dieser Regeln bewusst sind, können wir besser verstehen, wie wir selbst und andere Menschen Emotionen kommunizieren und interpretieren.

Wenn du diese Regeln kennst und verstehst, kannst du besser einschätzen, wie dein Gegenüber Emotionen ausdrückt oder verbirgt. Dies hilft dir, die Persönlichkeit und die Motive deines Teams oder deiner Gesprächspartner besser zu erkennen und interkulturelle Missverständnisse zu vermeiden.

Im interkulturellen Führungskontext geht es nicht darum, diese Regeln zu nutzen, sondern sie zu erkennen und zu verstehen.

So kannst du sicherstellen, dass deine Kommunikation respektvoll und effektiv bleibt und du dein Team in seiner Vielfalt wertschätzt.

Viel Freude beim Beobachten!

 

Deine Gyöngyi

 

Quelle: Mimikresonanz® – Profiling : Körpersprache verstehen und entschlüsseln

Drei Steps für Leader im mittleren Management

Drei Steps für Leader im mittleren Management

Schritte zur Auflösung eines der häufigsten Blockaden in einem Unternehmen

Einst wurde ein Schamane gefragt, was Gift sei.

Er antwortete: „Alles, was über das hinausgeht, was wir brauchen“. Ein Zuviel an Nahrung, Energie, Sauerstoff, Ego usw. kann ebenso viel Schaden anrichten, wie ein Mangel an diesen Dingen.

Zu früh erwachsen werden zu müssen oder ein Unternehmen zu schnell aufzubauen, kann ebenso gefährlich sein wie persönlich oder beruflich zurückzubleiben.

Eine der praktischsten Definitionen von Trauma lautet nicht umsonst „zu viel, zu schnell, zu früh“.

Keine Sorge, dieser Artikel wird nicht in das streng geregelte Gebiet der klinischen Psychologie oder der schrecklichen Kindheitserinnerungen eintauchen. Wir werden diese Definition jedoch verwenden, um zu erforschen, wie man Organisationen davon abhalten kann, toxische Kulturen zu schaffen, die Demotivation und Burnout fördern.

Lösungen können nur gefunden werden, wenn wir uns der Realität stellen. Wenn wir einen klaren Ausgangspunkt haben, kann die Reise genau geplant werden. Wenn wir (auch unabsichtlich) falsch informiert sind, wird die Reise wahrscheinlich nicht zum gewünschten Ziel führen und kann sogar schaden.

Wo fangen wir an?

Laut der Gallup-Studie „State of the Global Workplace“ sind nur 15 % der Mitarbeiter am Arbeitsplatz engagiert – 85 % von ihnen sind es also nicht. Noch interessanter ist zu sehen, dass die untersten 5 %, also die am wenigsten engagierte Schicht eines Unternehmens, das mittlere Management ist. Die Unternehmen geben ein Vermögen für Programme zur Mitarbeiterbindung aus, doch die Zahlen haben sich in den letzten 20 Jahren kaum verbessert.

Wo wollen wir ankommen?

Eine gute, befähigende Unternehmenskultur kann viermal mehr Umsatz generieren, da engagierte Mitarbeiter zu besseren Geschäftsergebnissen führen. Das ist die Quintessenz. Buchstäblich.

Was ist die Ursache des Problems?

Kommunikation ist die Grundlage der Führung, doch 91 % der 1 000 befragten Arbeitnehmer sind der Meinung, dass es ihren Vorgesetzten an dieser Fähigkeit mangelt. Dies könnte einer der Hauptgründe dafür sein, dass fast jeder dritte Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber nicht vertraut.

Andere Untersuchungen ergaben ähnlich besorgniserregende Ergebnisse: 60-80 % aller Probleme in einem Unternehmen sind auf Konflikte zwischen Menschen zurückzuführen, die unterschiedlich denken und sich unterschiedlich verhalten, und nicht auf mangelnde Motivation oder Fähigkeiten.

Kurz gesagt: Die Qualität des Umgangs der Mitarbeiter miteinander, wie sehr sie sich geschätzt und verstanden fühlen, entscheidet über den Umfang des Potenzials, das im Unternehmen freigesetzt werden kann, und darüber, wie viel ungenutzt bleibt.

Warum also tun sich die derzeitigen Konzepte so schwer, die Situation zu verbessern?

Es scheint klar zu sein, dass der Schwachpunkt in den meisten Unternehmen das mittlere Management ist, die am stärksten unzufriedenen Mitarbeiter, die über 70 % der Belegschaft führen und inspirieren sollen. Dies ist keineswegs eine Kritik, sondern das genaue Gegenteil. Die mittlere Führungsebene hat es schwer; sie braucht die meiste Unterstützung, während sie in der Regel die wenigste bekommt.

Wenn wir uns die Definition von Trauma anschauen, können wir sie auf „zu viel oder zu wenig, zu schnell oder zu langsam, zu früh oder zu spät“ aktualisieren. Der Schaden kann durch ein einzelnes Ereignis oder mehrere kleine Konfrontationen mit Menschen, die anders denken und sich anders verhalten, oder sogar durch uns selbst verursacht werden.

Der größte Teil des Schulungsbudgets wird für leitende Angestellte aufgewendet, die oft nicht so viel mit den Mitarbeitern mit Kundennähe zu tun haben. Für die Unterstützung der mittleren Führungskräfte, die hauptsächlich für die Schaffung eines psychologisch sicheren Umfelds verantwortlich sind, bleibt nicht viel übrig. Wäre es nicht sinnvoll, sie früher und besser zu unterstützen, damit sie weniger Ballast mit sich herumtragen, wenn sie weiter aufsteigen?

 

Wie kann man den Engpass beseitigen?

Eines der Hauptprobleme, die ich bei meiner Arbeit mit Führungskräften globaler Unternehmen festgestellt habe, war, dass sie das Maß an Selbstsicherheit mit der Qualität ihrer Führungsqualitäten in Zusammenhang brachten. Sie hatten oft das Gefühl, alle Antworten kennen zu müssen, anstatt Orientierung und Unterstützung zu bieten.

Um André Gide, einen französischen Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger, zu zitieren: „Vertraue denen, die die Wahrheit suchen, zweifle an denen, die sie finden.“ Dieser Gedanke fasst den Ansatz für Coaching und Führung treffend zusammen.

Der menschliche Geist wird von der Illusion der Gewissheit angezogen, auch wenn sie in der Natur nicht existiert. Nur wenige Dinge sind sicher, obwohl ihr Zeitpunkt oft eine unangenehme Überraschung ist. Menschen Gewissheit zu bieten, kann schädlich sein, wenn dadurch die Kraft der kognitiven Vielfalt unterdrückt wird, wenn sie am meisten gebraucht wird.

Als ich mein erstes Unternehmen gründete, dachte ich, ich bräuchte einen Coach, der mir die Antworten gibt, die ich nicht hatte. Als ich sie nicht bekam, zog ich die „logische Schlussfolgerung“, dass es schlechte Coaches waren und ich mein Geld und meine Zeit verschwendet hatte.

Als ich mit dem Coaching begann, machte ich einen ähnlichen Fehler. Ich dachte, die Kunden suchten jemanden, der die Antworten kennt. Als sie dann statt eines sicheren Raums zum eigenen Nachdenken Vorschläge erhielten, zogen sie die gleiche logische Schlussfolgerung.

Ich war fasziniert von der Illusion der Gewissheit, die sich in Antworten und Versprechungen verbarg, anstatt die Menschen und ihre Fähigkeit, Lösungen zu finden, zu entwickeln. Genau darum geht es beim Coaching und bei der Führung. Es ist eine Fähigkeit, die man erlernen sollte, sobald man sich auf den Weg zur Führungskraft macht.

 

Hier sind einige Schritte, mit denen Sie heute beginnen können:

– Stellen Sie Fragen. Zu viele könnten als unangenehm empfunden werden, zu wenige wären unzureichend. Finden Sie heraus, was Ihre Kunden wirklich antreibt, damit Sie ihnen helfen können, zu gedeihen, anstatt nur zu überleben.

– Holen Sie sich Unterstützung und bieten Sie sie an. Zu viel Unterstützung würde das Leben langweilig machen, zu wenig macht es stressig. Wachstum findet unter dem richtigen Maß an Druck statt, also konzentrieren Sie sich auf psychologische Sicherheit statt auf physischen Komfort.

– Entwickeln Sie Menschen, damit sie Probleme lösen können. Es ist verlockend, zu schnell und zu früh Lösungen anzubieten, aber das beraubt die Gegenüber nur der Möglichkeit zu lernen und zu wachsen.

Das Gleichgewicht zu finden, ist eine Herausforderung, und Sie werden Fehler machen, denn die Rolle als Führungskraft und Coach ist ein steiniger Weg.

Menschen aufzubauen, die Unternehmen aufbauen, ist eine wissenschaftliche Kunst oder eine kunstvolle Wissenschaft – es kommt darauf an, wie man es betrachtet. Es gibt bewährte Schritte, die man lernen muss, und der Rest entwickelt sich, während wir sie praktizieren. Es gibt keine Abkürzung.

 

 

 

Quellenhinweis: Vom Englischen ins Deutsche übersetzt. Ein Artikel von Csaba Tóth, dem Gründer von ICQ Global, Entwickler von Global DISC™, die mehrfach preisgekrönte Lösung für Coaches und Firmenkunden zur Leistungssteigerung. Erschienen im FORBES am 25. April 2022.

GlobalDISC - akkreditierte Partnerin

Culturebalance von Gyöngyi Varga ist seit 2016 offizielle Partnerin von ICQ Global, Brighton, UK .

 

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